Unterstützung für Entwicklungsländer

Corona-Pandemie Unterstützung für Entwicklungsländer

Während sich die Lage in Europa tendenziell entspannt, befinden sich viele Länder im globalen Süden noch auf dem Höhepunkt der Corona-Krise. Um ihnen bei der Bekämpfung der Pandemie zu helfen, erhalten sie nun Unterstützung der "Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit" (SEEG) aus Deutschland. 

Reagenzgläser in einem Labor, ein Mitarbeiter nimmt ein Reagenzglas in die Hand.

Die Experten aus Deutschland haben bereits über 240.000 Corona-Tests verteilt.

Foto: Getty Images/Manuel Romaris

Derzeit leidet besonders die Bevölkerung in Afrika und Lateinamerika unter der Ausbreitung des Covid-19-Virus. Deshalb werden sie nunvon der SEEG aus Deutschland unterstützt. "Unsere Sondereinsatzgruppe, ich nenne sie Weißhelme, das sind Ärzte, Laborwissenschaftler, die mit Test-Kits jetzt unser Wissen in diese Länder bringen und Soforthilfe leisten", erklärt Entwicklungsminister Gerd Müller. Die Einsatzgruppe SEEG umfasst Experten aus der Forschung, Medizin und Entwicklungszusammenarbeit. 

Sie versorgen Entwicklungsländer während der Corona-Pandemie vor allem mit Corona-Tests, denn diese sind dort Mangelware. Über 240.000 Corona-Tests nahmen die betroffenen Länder bereits von der SEEG in Empfang.

Material und Know-How

Die Expertengruppe liefert nicht nur Material, sondern auch wertvolles medizinisches und technisches Wissen. Ärzte und Laborwissenschaftler stehen im regen Austausch mit lokalen Fachkräften und den dortigen Gesundheitsämtern. Die Unterstützung werde, so Müller, dankend angenommen: Zehn Staaten hätten bereits Hilfe angefordert. Die nächsten Einsätze sind Ende Juni in Peru und Togo geplant. Zudem laufen Vorbereitungen für einen Einsatz im brasilianischen Manaus, das von der Krise hart getroffen ist.

Die Bundesregierung hat die SEEG im Jahr 2015 als Reaktion auf den Ebola-Ausbruch in Westafrika eingerichtet. Neben einer sofortigen Entlastung der Zielländer will die SEEG die Gesundheitssysteme nachhaltig stärken und für zukünftige Krisen wappnen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite Corona des BMZ sowie beim RKI.