Humanitäre Krise im Jemen

Bundesregierung prüft Erhöhung der Hilfe

Die Bundesregierung unterstützt die Vereinten Nationen und deren Forderung, den Zugang von humanitärer Hilfe in den Jemen zu gewährleisten, so Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Bundesregierung fordert, dass die Versorgung der jemenitischen Bevölkerung sichergestellt werden müsse.

Straße mit Abfall

Die humanitäre Lage im Jemen ist dramatisch. Die Infrastruktur ist weitgehend zusammengebrochen.

Foto: picture alliance/ZUMA Press

Die Bundesregierung unterstützt die Vereinten Nationen und deren Forderung, den Zugang humanitärer Hilfe in den Jemen zu gewährleisten, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Regierungspressekonferenz in Berlin. Diese Hilfe müsse finanziert werden, so Seibert weiter. Die Bundesregierung habe in diesem Jahr bereits knapp 120 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung gestellt. Eine weitere Erhöhung dieser Mittel werde derzeit geprüft.

Die humanitäre Situation im Jemen ist derzeit höchst angespannt. Mehr als 20 Millionen Menschen hängen nach Erklärung humanitärer Organisationen von Hilfslieferungen ab.

Eröffnung von Aden ein erster Schritt

Außenminister Sigmar Gabriel hat mit seinem Amtskollegen in Saudi-Arabien, Adel al-Dschubeir, telefoniert. Das teilte die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, mit. Gabriel habe die Lage der notleidenden Bevölkerung im Jemen angesprochen und gefordert, dass die Zugangswege in den Jemen und die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden müssten. Diese Forderung habe vor dem Hintergrund der dramatischen Lage in dem Land Priorität. Die Wiedereröffnung der Zugangsmöglichkeiten über den Hafen der Stadt Aden im Jemen reiche nicht aus, um die dringend benötigte Einfuhr von Hilfsgütern zu decken.

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