Jüdisches Leben schützen und unterstützen

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Jährliche Leistungen an den Zentralrat der Juden Jüdisches Leben schützen und unterstützen

Die Bundesregierung hat die jährlichen Leistungen an den Zentralrat der Juden von aktuell 13 Millionen Euro auf künftig 22 Millionen Euro erhöht. So sollen Aktivitäten gefördert werden, die gegenwärtiges jüdisches Leben sichtbar machen. Zudem sollen die Erinnerungsarbeit und Sicherheit von jüdischen Gemeinden verstärkt werden. 

2 Min. Lesedauer

Bundesinnenministerin Nancy Faeser bei der Unterzeichnung des Änderungsvertrags zwischen Bundesregierung und Zentralrat der Juden.

„Jüdisches Leben zu schützen und zu unterstützen ist ein wichtiger Teil unserer heutigen Verantwortung“, so Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Foto: Henning Schacht

Die Bundesregierung unterstützt den Zentralrat der Juden in Deutschland bei der Erhaltung und Pflege des deutsch-jüdischen Kulturerbes, dem weiteren Aufbau der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland sowie seinen integrationspolitischen und sozialen Aufgaben. Hierzu gewährt die Bundesregierung seit dem Jahr 2003 eine jährliche Vertragsleistung. Der nun geänderte Vertrag tritt nach der Ratifizierung durch ein Bundesgesetz in Kraft und wurde durch das Kabinett beschlossen. 

Zur Erhöhung der jährlichen Leistungen der Bundesregierung an den Zentralrat der Juden in Deutschland haben am 25. April 2023 Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, sowie sein Vize Mark Dainow einen Änderungsvertrag unterzeichnet. Der Vertrag sieht eine Erhöhung der jährlichen Leistungen von aktuell 13 Millionen Euro auf künftig 22 Millionen Euro vor. 

Dank an den Zentralrat der Juden

"Es ist ein Wunder und ein großes Glück, dass es nach dem von Deutschen begangenen Menschheitsverbrechen des Holocaust heute wieder so vielfältiges jüdisches Leben in Deutschland gibt, erklärte Bundesinnenministerin Faeser. Es sei ein wichtiger Teil der heutigen Verantwortung, das jüdische Leben zu schützen und zu unterstützen. „Deshalb erhöhen wir die jährlichen Leistungen an den Zentralrat der Juden in Deutschland erheblich von 13 auf künftig 22 Millionen Euro“, so Faeser. „Die Bildungs- und Erinnerungsarbeit, aber auch die Sicherheit jüdischer Gemeinden können wir so weiter stärken. Ich bin dem Zentralrat der Juden in Deutschland sehr dankbar für seine großen Verdienste zur Pflege des deutsch-jüdischen Kulturerbes und für seine wichtige soziale und integrationspolitische Arbeit“, ergänzte sie.

Jüdisches Leben sichtbar machen

Mit den zusätzlichen jährlichen Mitteln strebt der Zentralrat der Juden auch ein bundesweites Ausbildungsprogramm für Sicherheitspersonal an jüdischen Einrichtungen an. Im Bereich der Antisemitismus-Prävention werden zusätzliche Gelder für Bildungsprojekte im Rahmen der „Gemeinsamen Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule“ verwendet. Zudem wird der Zentralrat der Juden in Deutschland seine Aktivitäten zur Sichtbarmachung des gegenwärtigen jüdischen Lebens intensivieren. Ein großer Teil der zusätzlichen Mittel wird für die zurzeit entstehende Jüdische Akademie in Frankfurt am Main verwendet.

Auf der Webseite des Bundesinnenministeriums finden Sie die Pressemitteilung  und weitere Informationen zur Jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Zu den Aufgaben des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus finden Sie Informationen auf der Webseite