Im Dialog mit der Wissenschaft

Auftakt zu „Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!“ Im Dialog mit der Wissenschaft

Erstmalig liegt der Fokus des Wissenschaftsjahres nicht auf einem wissenschaftlichen Schwerpunktthema, sondern auf der Bedeutung von Bürgerbeteiligung für Forschungsprozesse. Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger erläutert die konkreten Ziele des „Wissenschaftsjahres 2022 – Nachgefragt!“

Auftakt zum Wissenschaftsjahr 2022 mit Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger. Details in der Bildbeschreibung. (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Auftakt zum "Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!"

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Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel

„Forschung ist keine Einbahnstraße. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, dieses Wissenschaftsjahr mitzugestalten, denn es soll ein Mitmachjahr werden“, sagte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger zum virtuellen Startschuss des Wissenschaftsjahres 2022. „Wir haben zwei Jahre hinter uns, in denen wir gesehen haben, wie wichtig Wissenschaft für uns ist.“

In Rekordzeit wurde ein Impfstoff zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erforscht und angewendet. Dies, so die Ministerin, habe aber auch Ängste und Vorbehalte in der Bevölkerung gegen die Wissenschaft entstehen lassen. Deshalb freue sie sich, im neuen Wissenschaftsjahr einen besonderen Akzent darauf zu legen, auch die Zivilgesellschaft in Forschung und Entwicklung mit einzubeziehen und den Dialog zu fördern. Die Bürgerinnen und Bürger haben so die Gelegenheit, mit ihrem Wissen die Wissenschaft mitzugestalten.

Forschungsprozesse erlebbar machen

Was ist uns wirklich wichtig? Was wollen wir als Individuen, was als Gesellschaft erreichen? Und wie verfolgen wir diese Ziele? Bei Fragen wie diesen setzt das „Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!“ an: Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mit der Wissenschaft in einen Dialog auf Augenhöhe zu treten – indem ihre eigenen Fragen für die Wissenschaft ins Zentrum rücken. Gemeinsam sollen so Forschungsprozesse erlebbar gemacht, neue Wissenschaftsfelder und Forschungsvorhaben erschlossen werden.

Seit 22 Jahren unterstützen die Wissenschaftsjahre als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft. Sie sind eine Initiative des Bundesforschungsministeriums gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) und widmen sich in jedem Jahr einem anderen Schwerpunktthema. 

IdeenLauf – Dialog zwischen Bevölkerung und Wissenschaft

Die zentrale Mitmachaktion und gleichzeitig das Herzstück in diesem Wissenschaftsjahr ist der IdeenLauf. Damit sollen neue Zukunftsfelder für Forschung und Forschungspolitik erarbeitet werden. Vom 14. Januar bis zum 15. April 2022 fließen alle Ihre Fragen in den IdeenLauf ein. Nachfolgend werden die Fragen durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ausgewählten Bürgerinnen und Bürger diskutiert, gebündelt und durch ergänzende Texte in ihren fachlichen Zusammenhang gesetzt. Im Herbst 2022 wird ein Ergebnispapier an Politik und Forschung übergeben – als Grundlage für eine innovative Agenda für Forschung und Forschungspolitik in Deutschland.

Logo des Wissenschaftsjahres 2022.

Logo des „Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!“

Foto: BMBF

Auch über den IdeenLauf hinaus können Fragen zu allen Themenbereichen gestellt werden. Dazu werden zahlreiche Formate angeboten. Insgesamt 25 Förderprojekte sowie zahlreiche Partner aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beteiligen sich am diesjährigen Wissenschaftsjahr: Sie sammeln Fragen, bieten bundesweit Mitmach- und Antwortformate an und laden zum Dialog mit Forschenden ein.

So wird beispielsweise das umgebaute Binnenschiff MS Wissenschaft ab Mai 2022 mit einer Mitmachausstellung durch Deutschland reisen und an rund 30 Orten Menschen neugierig auf unterschiedliche Forschungsdisziplinen machen. Aber auch POP-UP-WISSENsläden, Mikro-Expeditionen vor der eigenen Haustür oder eine mobile „Science Bench“, auf der interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zwanglos Forschungsthemen diskutieren können, schaffen Begegnungsräume für Wissenschaft und Bevölkerung.

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