Zahlen für Juni 2023
Auch wenn die Frühjahrsbelebung schwächer als in den Vorjahren ausgefallen ist, bleibt die Arbeitslosenquote im Juni stabil bei 5,5 Prozent. Der Arbeitsmarkt hält dem Druck, unter dem die deutsche Wirtschaft von vielen Seiten steht, stand. Ein Überblick zu den aktuellen Zahlen.
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Trotz schwächerer Frühjahrsbelebung bleibt die Arbeitslosenquote im Juni bei 5,5 Prozent.
Foto: Bundesregierung.
Im Juni waren 2,55 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Das waren 11.000 mehr als im Mai und 192.000 mehr als vor einem Jahr. Die Unternehmen stellen zurückhaltender als in den Vormonaten ein. „Das wirkt sich vor allem auf langzeitarbeitslose Menschen aus, deren Lage am Arbeitsmarkt schwierig bleibt. Ihre Zahl stieg von Mai auf Juni um 30.000 auf insgesamt 908.000. Rund jeder dritte arbeitslose Mensch ist somit langzeitarbeitslos“, so Staatssekretärin Leonie Gebers.
Bürgergeld als Perspektive gegen Langzeitarbeitslosigkeit
Das Bürgergeld bietet ab 1. Juli neue Möglichkeiten, langfristig aus der Arbeitslosigkeit in ein selbstbestimmtes Leben zu wechseln. „Zu den Kernelementen, die zum 1. Juli in Kraft treten, gehören bessere Weiterbildungsmöglichkeiten und ein gemeinsam erarbeiteter Kooperationsplan. Zugleich setzen wir auf eine ganzheitliche Betreuung und weniger Bürokratie“, erläutert Leonie Gebers.
Stabile Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote liegt im Juni wie im Mai bei 5,5 Prozent. Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit beinhaltet, ist saisonbereinigt gegenüber Mai um 3.000 auf 3,4 Millionen Menschen gestiegen. Das waren 301.000 mehr als vor einem Jahr. Ohne die Berücksichtigung ukrainischer Geflüchteter hätte die Unterbeschäftigung nur um 75.000 über dem Vorjahreswert gelegen.
Weniger Kurzarbeit
Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 26. Juni für 45.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis April 2023 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit in diesem Monat für 135.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 160.000 im März und 151.000 im Februar.
Erwerbstätigkeit und Beschäftigung
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Mai 45,88 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigt. Das sind etwa 1000 weniger als im Vormonat und 365.000 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Im April waren 34,66 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig und 7,47 Millionen Menschen geringfügig entlohnt beschäftigt.
Arbeitskräftenachfrage nimmt ab
Im Juni waren 769.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 108.000 weniger als vor einem Jahr. Damit setzt sich der saisonbereinigte Rückgang der gemeldeten Nachfrage fort, der seit mittlerweile einem Jahr zu beobachten ist. Insgesamt zeigt sich der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen aber noch auf vergleichsweise hohem Niveau.
Weitere Informationen rund um Arbeits- und Sozialpolitik finden Sie auf unserer Themenseite Arbeit und Soziales.