Transatlantische Wirtschaftsbeziehungen

Annäherung im Handelsstreit

Die Bundesregierung begrüßt die Annäherung im Handelsstreit zwischen der EU und den USA. EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump hatten in Washington vereinbart, auf neue Zölle zu verzichten, so lange es Verhandlungen gebe. Damit sind die angedrohten Autozölle vorerst vom Tisch.

In einer gemeinsamen Stellungnahme heißt es unter anderem, dass beide Seiten Zölle und andere Handelshemmnisse auf zahlreiche industrielle Produkte abbauen wollen. Gemeinsam wolle man gegen unfaire Handelspraktiken vorgehen und eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) anstreben. Die EU sagt zu, mehr amerikanisches Flüssiggas und Sojabohnen einzuführen.

Eine Arbeitsgruppe aus engen Beratern von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump soll die Vereinbarungen nun voranbringen und auch kurzfristige Maßnahmen identifizieren, um den wirtschaftlichen Austausch zu fördern.

Altmaier: Handelskrieg abgewendet

Die Bundesregierung begrüßt die "Verabredung zu einem konstruktiven Vorgehen beim Handel", so die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. "Die EU-Kommission kann weiter auf unsere Unterstützung zählen."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lobte die Vereinbarungen auf Twitter: Trump und Juncker hätten einen Handelskrieg abgewendet.

Außenminister Heiko Maas erklärte: "Gestern hat Europa bewiesen, dass es sich nicht spalten lässt. Und wir haben gesehen: Wenn Europa geeint auftritt, hat unser Wort Gewicht."

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