Im Bundestag beschlossen
Ärztinnen und Ärzte mit ausländischen Berufsqualifikationen müssen in Deutschland oft langwierige Anerkennungsverfahren durchlaufen. Das soll sich für bestimmte Heilberufe nun ändern. Die Verfahren sollen schneller, einfacher und digitaler werden.
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Die Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsabschlüsse ist ein wichtiger und notwendiger Schritt in Reaktion auf den wachsenden Fachkräftemangel.
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Der Bundestag hat dem Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen zugestimmt. Es soll für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen gelten. Die bisher oft komplizierten und langwierigen Anerkennungsverfahren sollen schneller, einfacher und digitaler werden.
Fachkräftemangel begegnen
Aufgrund des demografischen Wandels werden sich Fachkräfteengpässe weiter verschärfen. Mit dem Abbau bürokratischer Hürden will die Bundesregierung dem Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich begegnen: Medizinische Fachkräfte sollen rascher anfangen können, in Deutschland in ihrem Berufen zu arbeiten.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs im Oktober 2025 gesagt: „Um die gesundheitliche Versorgung auch in Zukunft zu sichern, brauchen wir neben attraktiven Ausbildungsbedingungen in Deutschland auch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Damit diese in Deutschland arbeiten können, sind einheitliche und zügige Anerkennungsverfahren notwendig.“
Keine Abstriche bei Patientensicherheit
Abstriche bei den hohen Standards an Patientensicherheit und Versorgungsqualität gibt es nicht. Es geht bei dem Gesetz lediglich darum, Anerkennungsverfahren zu beschleunigen. Die fachlichen Anforderungen werden nicht reduziert.