Vereinte Nationen

Humanitäre Korridore für Syrien

Der Bürgerkrieg in Syrien sei eine der brennenden Fragen der internationalen Tagesordnung, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Zusammentreffen mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, in Berlin. Sie forderte "humanitäre Korridore", um die syrischen Bevölkerung versorgen zu können.

Bundeskanzlerin Merkel empfängt den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon im Kanzleramt.

Ban Ki-moon wird während seiner Deutschlandreise auch den Standort der Vereinten Nationen in Bonn besuchen.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Syrien und der Stand der Gespräche zum syrischen Bürgerkrieg waren im Fokus der Unterredung mit Ban Ki-moon. Die Gespräche zum syrischen Bürgerkrieg finden zur Zeit unter Leitung des UN-Sonderbeauftragten Brahimi in der Schweiz statt. Daneben sprachen Merkel und Ban über den Iran sowie die Lage in Afrika. Sie erörterten insbesondere die Situation in den Zentralafrikanischen Republiken, vor allem in Mali.

Anerkennung für Brahimi

Die Bundeskanzlerin drückte ihre Anerkennung für den UN-Sonderbeauftragten Brahimi aus, der mit großem Geschick die Verhandlungen leite. Sie machte ihre Hoffnung deutlich, dass in Genf Fortschritte erzielt werden. Sie betonte, dass die Versorgung der syrischen Bevölkerung dringend notwendig ist: "Was wir jetzt brauchen, sind humanitäre Korridore, denn die Not der Menschen in Syrien ist unbeschreiblich", sagte Merkel.

Auch die Frage einer syrischen Übergangsregierung und die humanitäre Hilfe, die Deutschland für syrische Flüchtlinge leisten kann, kam zur Sprache. Hilfe für Syrien bestehe nicht nur in der Aufnahme von Flüchtlingen, sondern auch in der Hilfe für die Länder der Region, in denen die Flüchtlinge Zuflucht finden.

Bei den Verhandlungen müsse eine politische Lösung für Syrien erreicht werden. Dass es eine militärische Lösung nicht gebe, könne jeden Tag leidvoll beobachtet werden, sagte die Kanzlerin.

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Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Intensive Verhandlungen mit Iran

Die Kanzlerin nahm auch zu Iran Stellung. Bei Verhandlungen habe es erste Fortschritte gegeben. Deutschland würde – wie in den vergangenen Jahren – intensiv die Verhandlungen begleiten. Man habe Hinweise, dass etwas gelingen könne. 

Mit Bezug auf Zentralafrika und Mali versicherte die Bundeskanzlerin, dass Deutschland sich für eine bessere Entwicklung der Dinge in Afrika verantwortlich fühle.

Klimaschutz und Sicherheit

Merkel erwähnte zudem die Millenniumsentwicklungsziele sowie den Klimaschutz. Auch diese Themen habe sie mit dem UN-Generalsekretär besprochen. Das Jahr 2015 sei entscheidend für den Klimaschutz, so die Kanzlerin. Ban erklärte, dass auch die Lage in Afghanistan erörtert worden sei. Denn 2014 sei ein entscheidendes Jahr des Übergangs.

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