Deep Fakes: Ist das echt? 

Künstliche Intelligenz Deep Fakes: Ist das echt? 

Manipulierte Medien werden heute bereits vielseitig genutzt: Zum Spaß, für Unterhaltung, Satire, aber auch zur Verbreitung von Desinformation und der gezielten Diskreditierung einzelner Personen. Juristisch gesehen verletzen Deep Fakes Persönlichkeitsrechte, wenn betroffene Personen keine Berechtigung zur Nutzung des Materials erteilt haben.

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Video Deepfakes - mit Künstlicher Intelligenz gegen gefälschte Fotos und Videos

Deep Fakes sind täuschend echt wirkende, manipulierte Bild-, Audio- oder auch Videoaufnahmen. Sie werden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erzeugt.

Stand der Technik

Mit Hilfe von Programmen, Apps und der entsprechenden Software ist jeder ohne Vorkenntnisse bereits heute in der Lage, täuschend echt wirkende Videos zu erstellen. In Echtzeit lassen sich Gesichter und Stimmen tauschen, Personen damit in einem anderen Kontext darstellen. Menschen sagen Dinge, die sie nie gesagt haben oder vollziehen Handlungen, die nie stattgefunden haben.

Die Qualität von Deep Fakes verbessert sich stetig, weil die Rechenleistung steigt und sich die Leistungsfähigkeit von künstlicher Intelligenz in großen Sprüngen entwickelt. Es wird zunehmend schwieriger, zwischen authentischem und künstlich erzeugtem bzw. verändertem Material zu unterscheiden. 

Missbrauchspotential für die Gesellschaft

Deep Fakes können eine große Gefahr für die Gesellschaft und Politik darstellen. Insbesondere dann, wenn sie genutzt werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und politische Prozesse gezielt zu beeinflussen. Desinformationskampagnen beispielsweise könnten künftig durch Deep Fakes begleitet und ihr Effekt damit verstärkt werden. Die schnelle Verbreitung über die Sozialen Medien erhöht das Gefahrenpotential.

Künstliche Intelligenz hilft

Die Bundesregierung bearbeitet das Thema Deep Fakes ressortübergreifend. So kümmert sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung, konkret die Abteilung „Forschung für Digitalisierung und Innovationen“, um die Förderung von Forschungsprojekten zur Erkennung und Bekämpfung von Desinformationen und Deep Fakes – auch im Rahmen der IT-Forensik.
Wissenschaftler entwickeln z.B. Programme, die ebenfalls auf Basis Künstlicher Intelligenz die Echtheit von Videos und Audioinhalten prüfen und so Fälschungen identifizieren. 

Resilienz durch Digitalkompetenz

Die zielgruppengerechte Vermittlung von Digitalkompetenzen ist für die Bundesregierung eine Kernaufgabe in der digitalen Gesellschaft, die auch vor den Gefahren von Deep Fakes schützen soll. Dafür setzt sich u.a. das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein: Initiativen fördern die zeitgemäße und dem jeweiligen Stand der Technik entsprechende Kompetenz, Falschinformationen aller Art zu erkennen und bewerten zu können. 

Gleichzeitig ist der Bundesregierung die Stärkung der Medienkompetenz wichtig. Denn Nachrichten- und digitale Informationskompetenz sind entscheidend, um Desinformation im Allgemeinen und Deep Fakes im Besonderen erkennen zu können.