Schatten aufsuchen, Mittagssonne meiden

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Schutz gegen UV-Strahlung Schatten aufsuchen, Mittagssonne meiden

Bei steigenden Temperaturen zieht es die Menschen nach draußen. Mit dem Klimawandel werden sie mehr Zeit dort verbringen – und benötigen laut Bundesamt für Strahlenschutz deshalb auch mehr Schutz vor ultravioletter Strahlung. Was das für Kitas, Spielplätze und Schulhöfe bedeutet.

2 Min. Lesedauer

Erzieherin der Krippen-Gruppe "Raupe Nimmersatt", spielt auf dem Spielplatz der Kita am Offenbacher Sana Klinikum mit einem Kind.

Zum Schutz vor UV-Strahlung müssen wir überall dort, wo sich Menschen aufhalten, ausreichend Schattenplätze schaffen: auf Spielplätzen, in Schulen, Parks, auf öffentlichen Plätzen und beim Sport.

Foto: picture alliance/dpa/Arne Dedert

Es gibt eine steigende Gefahr von ultravioletter (UV) Strahlung. Das bringt allein schon der Klimawandel mit sich. Allein 2022 gab es 160 mehr Sonnenstunden als im Jahr davor. Die Menschen sind mehr Sonnenstunden ausgesetzt – und damit auch mehr UV-Strahlungen.

Nachweislich ist das Risiko für UV-bedingte Gesundheitsschäden wie beispielsweise Hautkrebserkrankungen gestiegen. Vor allem haben sich Sonnenbrände im Kindesalter als tückisch erwiesen: Sie steigern das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache. Wie das Statistische Bundesamt erfasst hat, starben im Jahr 2020 etwa 4.000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs. Das sind bereits mehr als doppelt so viel wie zur Jahrtausendwende.

In einer aktuellen Umfrage wurde ein erhöhter Bedarf an Schattenplätzen ausgemacht – vor allem in Kitas, auf Spielplätzen und Schulhöfen. Rund 1.000 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen gaben dabei an, dass es in vielen Städten und Gemeinden an Schattenplätzen mangele. Das haben das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Strahlenschutz zum Start einer Aufklärungskampagne zum UV-Schutz mitgeteilt.

Bund, Länder und Kommunen müssen die Vorsorge voranbringen

„Das Jahr 2022 war geprägt von Temperatur- und Sonnenscheinrekorden in ganz Deutschland“, sagt Christian Kühn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesumweltministerium. Die Zahl der Sonnenstunden nehme durch die sich verschärfende Klimakrise seit Jahren zu und damit auch das Risiko für UV-bedingte Gesundheitsschäden wie Hautkrebserkrankungen. Bund, Länder und Kommunen müssten die Vorsorge an die Folgen der Klimakrise zum Schutz der Menschen auch in diesem Bereich voranbringen. 

Wer Schatten sucht, müsse Schatten finden, so Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Stahlenschutz. „Kommunalen Entscheiderinnen und Entscheidern kommt hier eine zentrale Rolle zu. Wir möchten sie deshalb gezielt unterstützen und motivieren, den UV-Schutz der Bevölkerung im Alltag zu verbessern“, sagt sie.

Praktische Vorschläge für wirksamen UV-Schutz 

Das Bundesamt beschäftigt sich mit diesem Thema und hat praktische Vorschläge für wirksamen UV-Schutz ausgearbeitet: 

  • UV-Index sichtbar machen: etwa mit Hilfe von Anzeigetafeln an prominenter Stelle
  • Schattenoasen schaffen: ob mit Bäumen, Sonnensegeln oder Sonnenschirmen
  • Tagesabläufe anpassen: „von 11 bis 3 sonnenfrei“ im Hinterkopf behalten bei der Tagesplanung
  • Informieren und motivieren: das Thema aktiv ansprechen und auch über Schutzmaßnahmen aufklären, die jeder selbst beherzigen kann

Das Bundesumweltministerium unterstützt Städte und Gemeinden hierbei mit den Programmen „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ und „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“. Damit kann beispielsweise der Bau von Schattenplätzen gefördert werden, die auch dem Schutz vor Hitze dienen. Außerdem bietet das Zentrum Klimaanpassung Beratung, Information und Vernetzung vor allem für Kommunen unter www.zentrum-klimaanpassung.de  an.