„Gegen Viren kann man impfen, gegen Hitze nicht“

Dr. Eckart von Hirschhausen über das Nachhaltigkeitsziel „Globale Gesundheit“ „Gegen Viren kann man impfen, gegen Hitze nicht“

Die Entstehung neuer Krankheiten, der Verlust an Biodiversität und die anhaltende Erderwärmung hängen miteinander zusammen. Damit befasst sich das Nachhaltigkeitsziel „Globale Gesundheit“ – und auch Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen. Er betont: Gesundheit ist nicht teilbar – und uns gehe es gut, wenn es allen gut geht.

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Video Dr. Eckart von Hirschhausen zum Thema: Globale Gesundheit, Klimawandel und Nachhaltigkeit

Der Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen setzt sich mit dem Nachhaltigkeitsziel „Globale Gesundheit“ der Vereinten Nationen auseinander (SDG 3) Er beschreibt den Zusammenhang zwischen der Entstehung neuer Krankheiten, den Verlust an Biodiversität und die anhaltende Erwärmung der Erde. Gesundheit sei, so von Hirschhausen, nicht teilbar und je besser es den Menschen weltweit geht, desto besser geht es uns allen.

Wir Menschen drängen die Natur immer mehr zurück. Natürliche Lebensräume für wilde Tiere, Insekten und Pflanzen werden weltweit immer kleiner. Zusammen mit der von Menschen verursachten Erderwärmung führt das zu einem Verlust an Artenvielfalt und der Verschlechterung von Lebensbedingungen.

Klimawandel und Gesundheit hängen zusammen

Der Verlust von Artenvielfalt und der Klimawandel haben gravierende Auswirkungen auf unsere Gesundheit. In der Vergangenheit ist zu wenig getan worden, um diese für uns Menschen und die Erde gefährliche Entwicklung zu stoppen. Die Corona-Pandemie sei deshalb, so von Hirschhausen, „eine Katastrophe mit Ansage“. Von Hirschhausen geht in diesem Video auf den Zusammenhang von Überhitzung, Artensterben und Auswirkungen auf unsere Gesundheit ein.

Dr. Eckart von Hirschhausen ist Botschafter des Bundesentwicklungsministeriums für globale Gesundheit und des Bundesumweltministeriums für biologische Vielfalt.
Weitere Informationen zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen gibt es hier.

Je mehr wir die Natur zerstören, desto wahrscheinlicher ist auch eine Übertragung von Viren auf den Menschen. Sehr viele sogenannter zoonotischer Viren, die auch Pandemiepotantial haben, sind bereits identifiziert worden. Deshalb unterstützt Deutschland den Naturerbe-Fonds.  Das Bundes­entwicklungs­ministerium hat diesen Fonds gemeinsam mit inter­nationalen Partnern gegründet. Der Naturerbe-Fonds bringt als unabhängige Stiftung öffentliche und private Geber zusammen.