Nachhaltigkeitspolitik

Ziele nachhaltiger Entwicklung

Hochwertige Bildung weltweit

Alle Menschen sollen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung erhalten. Darauf hat sich die Staatengemeinschaft in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet.

Kinder bauen in der Kita bei der frühkindlichen Bildungsinitiative 'Tag der kleinen Forscher' der Stiftung 'Haus der kleinen Forscher' eine Wasseruhr.

Berlin, Kinder bauen am Mittwoch (12.06.13) in der Kindertagesstätte (Kita) Reuterstrasse bei der frühkindlichen Bildungsinitiative 'Tag der kleinen Forscher' der Stiftung 'Haus der kleinen Forscher' eine Wasseruhr.

Foto: action press

Eine hochwertige Bildung ist der Schlüssel für individuelle Chancen. Sie macht Menschen offener für Verhaltensänderung und ist zugleich die Grundlage für Innovationen und Bedingung für die nachhaltige Entwicklung der Erde. Bildung ist ein Menschenrecht – sie befähigt Menschen, ihre politische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Jedes Kind hat das Recht auf Schulbildung; jeder Mensch ein Anrecht darauf, seine grundlegenden Lernbedürfnisse zu befriedigen – und das ein Leben lang.

Das Bildungsniveau in Deutschland ist traditionell hoch. Auch ist unser Land für das sogenannte duale System in der beruflichen Bildung angesehen. Und deutsche Universitäten gehören zu den ältesten und erfolgreichsten der Welt. Allerdings steigen die Anforderungen an die Qualifizierung der Menschen ständig. Auch das Bildungssystem lebt davon, sich immer wieder an veränderte Rahmenbedingungen und Anforderungen anzupassen. Deshalb arbeiten der Bund und die Länder, die für Bildung zuständig sind, Hand in Hand. Deutschland formuliert und unterstützt ambitionierte, globale Bildungsziele durch die Staatengemeinschaft und setzt die internationalen Bildungsziele um.

In Konkretisierung der Agenda 2030 haben sich die Bildungsminister aus aller Welt mit der Verabschiedung des Aktionsrahmens für Bildung 2016-2030 am 4. November 2015 auf zahlreiche Maßnahmen zur Erreichung inklusiver, chancengerechter und hochwertiger Bildung für Menschen aller Altersstufen geeinigt: Von der verpflichtenden kostenlosen vorschulischen Bildung und einer zwölfjährigen Grund- und Sekundarschulbildung bis hin zum Studium, der Weiterbildung und Lernmöglichkeiten im Internet.

Gute individuelle Bildung ist aber nur die eine Seite dieses Nachhaltigkeitsziels. Die andere Seite ist die Bildung der Menschen für nachhaltige Entwicklung. Denn durch Bildung kann der Einzelne erkennen: Mein Handeln hat Konsequenzen – nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann dazu beitragen, die Welt ein Stück zu verbessern. Dieses Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen, drängende globale Probleme zu lösen, damit auch zukünftige Generationen gut leben können.

In Deutschland wird das Ziel verfolgt, Bildung für nachhaltige Entwicklung durch einen Multi-Stakeholder-Prozess in allen Bereichen des deutschen Bildungssystems fest zu verankern. Das oberste Steuerungsgremium dieses Prozesses, die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung, hat dazu einen nationalen Aktionsplan (2017) verabschiedet. Damit nimmt Deutschland bei der Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung eine Vorreiterrolle ein.

Die Bildungsförderung ist außerdem ein Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik. Denn Bildung für nachhaltige Entwicklung ist nicht nur Schlüssel für mehr Eigenverantwortung der Menschen, sondern stärkt auch das Demokratieverständnis und die Innovationsfähigkeit weltweit.

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 wurde 2015 in New York ein umfassendes Bildungsziel als eines von 17 Nachhaltigkeitszielen durch die internationale Staatengemeinschaft vereinbart.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs), richten sich an alle: die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

Foto: Bundesregierung

SDG 4 – Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen für alle

Wichtige Ziele sind unter anderem:

  • Eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarausbildung für alle Mädchen und Jungen bis 2030
  • Bildungsförderung als Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik weiter ausbauen.
  • Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Erziehung, Betreuung und Vorschulbildung und zu hochwertiger fachlicher, berufliche rund tertiärer Bildung für alle bis 2030
  • Beseitigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bildung
  • Alle Jugendlichen und ein erheblicher Teil der analphabeten Erwachsenen sollen lesen, schreiben und rechnen lernen
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung vorantreiben,
  • Kinder-, behinderten- und geschlechtergerechte Bildungseinrichtungen

Das SDG 4 basiert auf einem breiten Bildungsverständnis und dem Prinzip des lebenslangen Lernens

Wo liegen die Herausforderungen und Defizite in Deutschland?
Der Einfluss der sozialen Herkunft auf Bildungschancen, die Änderung unserer hergebrachten Familienstrukturen, die Integration von Migranten sowie die rasanten Veränderungen der Berufswelt sind die größten Herausforderungen. Bessere Bildungs- und Teilhabechancen sind das zentrale Ziel der Bundesregierung. Sie will deshalb mehr Betreuungs- und Ganztagsschulangebote, eine Verbesserung der Fort- und Weiterbildung und der Qualifizierung der Menschen für die Digitalisierung unserer Gesellschaften. Diese Zukunftspolitik setzt sie zusammen mit den Bundesländern um, die nach dem deutschen Grundgesetz hauptsächlich für Bildung zuständig sind.

Konkrete Umsetzung durch Nachhaltigkeitsmanagement
Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist der nationale Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030. Sie setzt den Rahmen für nachhaltiges Handeln von Politik und Gesellschaft. Ihr Herzstück bildet ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem, das Ziele mit konkreten Zeitrahmen zur Erfüllung und Indikatoren für ein kontinuierliches Monitoring benennt.

Welche Ziele setzt die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und welche Indikatoren der Deutschen zeigen den Stand und damit die Umsetzung des Bildungsziels in Deutschland?

  • Der Anteil der frühen Schulabgänger in der Altersgruppe der 18 bis 24-Jährigen soll bis 2020 auf unter 10 Prozent fallen. Dazu zählen all jene, die gegenwärtig keine Schule oder Hochschule besuchen, sich an keiner Weiterbildungsmaßnahme beteiligen und über keine abgeschlossene Berufsausbildung oder Hochschulreife (Sekundarstufe II) verfügen.
  • Der Anteil der 30 bis 34-Jährigen mit einem Hochschulabschluss oder einem vergleichbaren Abschluss (z.B. Meister) soll bis 2020 auf über 42 Prozent ihrer Altersgruppe steigen.
  • Der Anteil der Kinder in Ganztagsbetreuung in Tageseinrichtungen soll gesteigert werden. Bei den 0 bis 2-Jährigen auf mindestens 35 Prozent bis 2030, bei den 3 bis 5-Jährigen auf 70 Prozent bis 2030 und auf 60 Prozent bis 2020.

Die Ziele stehen auch im Einklang mit der Europa 2020-Strategie. Deutschland und die anderen EU-Mitgliedstaaten haben in den Bereichen Beschäftigung, Forschung, Umwelt, Bildung und Armutsbekämpfung messbare Ziele aufgestellt, die bis 2020 erreicht werden sollen.


Der alle zwei Jahre vorzulegende Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes zeigt, wie sich die Indikatoren der Strategie entwickelt haben.

Die Bilanz in Deutschland kann sich sehen lassen:

Anteil der 18 bis 24-Jährigen ohne Berufs- oder Schulabschluss im Sekundarbereich II:
Im Jahr 2015 lag der Wert des Indikators bei 9,8 Prozent, das heißt es gab insgesamt 581 000 junge Menschen ohne Abschluss des Sekundarbereichs II, die sich nicht oder nicht mehr in Ausbildung oder Weiterbildung befanden. Aktuell ist das für 2020 avisierte Ziel also bereits erreicht. Im Vergleich zu 1999 reduzierte sich der Wert um 5,1 Prozentpunkte.


  • Anteil der 30 bis 34-Jährigen mit einem Hochschulabschluss oder vergleichbar: Ausgehend von 33,4 Prozent im Jahr 1999 stieg der Indikator bis zum Jahr 2015 um 13,4 Prozentpunkte auf 46,8 Prozent und liegt damit schon jetzt über dem Zielwert für 2020. Dies trifft sowohl für Frauen (50,5 Prozent) als auch Männer (43,1 Prozent) zu.
  • Ganztagsbetreuung:
    Im Jahr 2016 haben Eltern für 44,5 Prozent der 3 bis 5-Jährigen (Kindergartenalter) eine Ganztagsbetreuung in Tageseinrichtungen in Anspruch genommen. Für Kinder unter drei Jahren (Krippenalter) lag dieser Wert bei 16,2 Prozent. Somit erhöhte sich der Anteil der ganztags betreuten Kinder bei den 3 bis 5-Jährigen seit 2006 um 22,5 Prozentpunkte und hat sich damit mehr als verdoppelt. Die ganztägige Betreuung der Kinder unter drei Jahren stieg von 2006 bis 2016 um 10,3 Prozentpunkte, also auf mehr als das 2,5-fache im Vergleich zu 2006. Dennoch besteht weiterhin ein Aufholbedarf, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen.

Im Zuge der Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie wurde darüber hinaus am 8. Mai 2017 die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 gegründet. Die Plattform soll Nachhaltigkeitspolitik wissenschaftlich reflektieren und innovative Impulse sowohl in Richtung Politik und Gesellschaft als auch in Richtung Wissenschaft geben.

Was macht die Bundesregierung zur Umsetzung der Bildungsziele?
In den letzten Jahren wurde schon viel erreicht. Nach dem Grundgesetz sind in Deutschland hauptsächlich die Länder für Bildung zuständig. Der Bund fördert über verschiedene Programm vor allem non-formale und außerschulische Modellprojekte. Bund und Länder sehen sich zudem in einer gesamtstaatlichen Verantwortung und haben durch die 2008 verabschiedete Qualifizierungsinitiative für Deutschland das Bildungsniveau deutlich erhöht und schon viel zur Verbesserung des Bildungsniveaus erreicht.

Bundesregierung investiert in die Köpfe der Menschen
Im Jahr 2005 hat der Bund noch sieben Milliarden Euro in Bildung und Forschung investiert – im Jahr 2017 waren es bereits über 17 Milliarden Euro. Diese Dynamik setzt sich fort. Die Bundesregierung will bis 2025 insbesondere die ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für alle Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter ermöglichen. Das ist auch ein Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit dem Digitalpakt Schule sollen die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen so ausgestattet werden, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Fächern und Lernbereichen eine digitale Lernumgebung nutzen können, um die notwendigen Kompetenzen in der digitalen Welt zu erwerben. Dafür werden bis 2021 über einen Infrastrukturfonds 3,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Darüber hinaus werden bis 2021 zusätzlich 5,95 Milliarden Euro für die Bildung zusätzlich ausgegeben. Weitere 3,5 Milliarden Euro gehen in die Qualitätsverbesserung der Kitabetreuung und die Entlastung der Eltern von Gebühren. Denn gute Bildung fängt bei den Kleinsten an.

Qualitätssteigerung in allen Bildungsbereichen
Zur Steigerung der Qualität von Bildung vom Kleinkindalter bis in die Hochschulen unternimmt die Bundesregierung Maßnahmen in allen Bildungsbereichen, von der Kleinkindbetreuung bis zur Hochschule:

  • Alle Kinder sollen durch den weiteren Ausbau des Angebots und bei der Steigerung der Qualität von Kinderbetreuungseinrichtungen und dem Angebot an Kindertagespflege beste Startchancen erhalten. Die soziale Herkunft darf nicht über die Bildungschancen entscheiden.
  • Die Ganztagschul- und Betreuungsangebote werden kontinuierlich weiter ausgebaut.
  • Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist, fördert der Bund mit dem Programm „Sprach-Kitas" die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in Kindertageseinrichtungen. Über 7.000 Fachkräfte in Kitas und in der Fachberatung konnten dafür eingestellt werden.
  • Die MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)-Bildung soll schon bei den Kleinsten verstärkt werden. Durch ein MINT-E-Portal und die Initiative "Haus der Kleinen Forscher".
  • Mit der "Initiative Klischeefrei" engagiert sich ein Bündnis aus Politik, Bildung, Wirtschaft und Forschung für eine Berufswahl nach den individuellen Stärken und Interessen von Mädchen und Jungen frei von Geschlechterklischees.
  • Die Initiative "Bildungsketten" von Bund und Ländern zur Unterstützung von Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Berufswelt und zur Reduzierung der Schul- und Ausbildungsabbruchsquoten wird fortgesetzt und ausgeweitet.
  • Mit dem Förderschwerpunkt "BBNE 2015 – 2019" (Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung) wird Kompetenzentwicklung zum Thema Nachhaltigkeit für Ausbildende und Auszubildende unterstützt.
  • Insbesondere Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen sollen nachhaltige Entwicklung als Mehrwert für ihr Unternehmen erkennen, umsetzen und darüber berichten. Vorgesehen ist daher auch die Unterstützung entsprechender Qualifizierungsmaßnahmen.
  • Die Qualitätsoffensive in der Lehrerbildung von Bund und Ländern wird fortgesetzt.
  • Der "DigitalPakt Schulen" von Bund und Ländern wird so ausgestattet, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Fächern und Lernbereichen eine digitale Lernumgebung nutzen können. Dadurch wird das Lernen verbessert und modernisiert.


Reportage über Elsa, 10, die von Geburt an taub war und bilaterale Cochlea-Implantate trägt. Ihre Taubheit wurde entdeckt, als sie 10 Monate alt war. Zweimal in der Woche hat Elsa die Hilfe eines Cued Speech Signers, der es ihr ermöglicht, ihre Lehrer …

Gleichberechtigtes, gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Menschen wird zur Regel.

Foto: ullstein bild / AMELIE-BENOIST / BSIP

Mehr Ganztagsbetreuungs- und Schulangebote
In Deutschland ist die Versorgung mit Ganztagsbetreuungsangeboten weiterhin nicht ausreichend. Die Bundesregierung setzt sich deshalb verstärkt für eine bestmögliche Betreuung unserer Kinder ein. So sollen Kinder besser gefördert, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden. Die Länder und Kommunen werden beim Ausbau des Angebots und bei der Steigerung der Qualität von Kinderbetreuungseinrichtungen und dem Angebot an Kindertagespflege unterstützt. Es wird bundesweit ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter eingeführt, der bis 2025 realisiert werden soll. Dafür werden bis 2021 zusätzlich zwei Milliarden Euro investiert.

Menschen mit Hochschulabschluss und Berufsausbildung werden gebraucht
Der Anteil der 30 bis 34-Jährigen mit einem Hochschulabschluss oder einem vergleichbaren Abschluss - etwa Meister - liegt bereits heute signifikant über dem gesetzten Ziel von 42 Prozent dieser Altersgruppe. Die Bundesregierung will den Anteil der Hochqualifizierten weiter erhöhen und die Berufsausbildung stärken.

  • Der Hochschulpakt von Bund und Länder zur Schaffung von Studienplätzen wird über 2021 hinaus verlängert. Bis dahin hat der Bund alleine 20 Milliarden Euro in Studienplätze investiert.
  • Die Qualität der Lehre wird verbessert.
  • Die Bundesregierung wird mit wesentlichen Maßnahmen einen Pakt für Berufsbildung schnüren und die Allianz für Aus- und Weiterbildung fortführen. Damit soll die berufliche Bildung in allen Bereichen gestärkt werden.

Teilhabe und Inklusion sind besonders wichtige Anliegen der Bildungspolitik. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen, etwa der Alphabetisierungsinitiative "Lesen und Schreiben", dem Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" sowie unter anderem der Forschungsförderrichtlinie "Qualifizierung des pädagogischen Personals für inklusive Bildung" fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung Teilhabechancen, Integration und Bildungsgerechtigkeit. Außerdem darf keine Ausbildung an Geld oder der sozialen Stellung scheitern. Dafür gibt es das BAföG. Es wird reformiert und die Sätze werden erhöht.

TIPP: Die Studierendenwerke beraten Sie darüber, ob Sie anspruchsberechtigt sind und helfen bei der Antragsstellung! Oder rufen Sie die BAföG-Hotline an:

Mo-Fr 08:00 – 20.00 Uhr unter 800 2236341 (kostenlos)

Lebenslanges Lernen wichtig

Lebenslanges Lernen eröffnet Chancen und Einkommensperspektiven. Lebenslanges Lernen und berufliche Weiterbildung sind auch eine Voraussetzung dafür, dass unsere Volkswirtschaft weiter erfolgreich im internationalen Wettbewerb besteht.

Seniorenstudenten und Gasthörer werden zum Semesterstart am 13.04.2015 in einem Hörsaal der Leibniz Universität Hannover (Niedersachsen) von Elfriede Billmann-Mahecha (Hintergrund), Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der Uni Hannover, begrüßt. …

Die außerbetriebliche Weiter- und Fortbildung wird etwa durch Bildungsgutscheine gefördert.

Foto: picture alliance/dpa/Westhoff

TIPP: Sie wollen eine Fortbildung zum / zur Meister/in, Fachwirt/in, Techniker/in, Erzieher/in oder Betriebswirt/in machen? Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie unter www.aufstiegs-bafoeg.de oder der Hotline 0800 – 6223634 kostenlos.

Deutschlandweit unterstützen qualifizierte Beraterinnen und Berater am Infotelefon "Weiterbildungsberatung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Bürgerinnen und Bürger die sich beruflich verändern oder weiterentwickeln möchten dabei, eine für sie passende Weiterbildung zu finden. Das übergreifende Ziel des Aktionsplans ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen des deutschen Bildungswesens strukturell zu verankern. Die 130 kurz-, mittel und langfristigen Ziele des Aktionsplans zeigen auf, wo wir ansetzten müssen, um unser Bildungssystem weiterzuentwickeln: etwa in der Aus- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen, an den Lehr- und Bildungsplänen, direkt vor Ort in Lernorten – der Kita, der Schule, dem Betrieb, der Hochschule oder dem (Sport-)Verein. All dies dient dem einen Ziel, eine nachhaltige Entwicklung zu stärken und so die Lebensgrundlagen für morgen zu verbessern.

Deutschland engagiert sich global

Weltweit gibt es etwa 750 Millionen Jugendliche und Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können. Diese Zahl verdeutlicht die Herausforderung allen Menschen hochwertige Bildung zu verschaffen. Die Förderung der Bildung ist ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik. Im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit fördert das BMZ aktuell Bildungs- und Ausbildungsprojekte in mehr als 60 Ländern.

Deutscher Entwicklungshelfer unterrichtet südafrikanische Jugendliche in einer Landwirtschaftsschule, Aufzucht von Zitrusbäumen, Alice Campus, Eastern Cape, Südafrika, Afrika, Deutschland

Der regionale Schwerpunkt des deutschen Engagements liegt in Afrika und im Nahen Osten.

Foto: mauritius images / imageBROKER / Florian Kopp

Besondere Aufmerksamkeit gilt instabilen Regionen und Krisengebieten. In zwölf Partnerländern bildet Bildung einen Schwerpunkt der Zusammenarbeit: Äthiopien, Afghanistan, Guatemala, Guinea, Honduras, Jemen, Jordanien, Kosovo, Libanon, Malawi, Mosambik und Togo. Eine wachsende Bedeutung in der Arbeit des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) nimmt das Thema Bildung für Geflüchtete ein.

Der regionale Schwerpunkt des deutschen Engagements liegt in Afrika und im Nahen Osten. Insgesamt stellte die Bundesregierung (2015) 1,66 Milliarden Euro für die Bildungsförderung in Entwicklungsländern bereit. 846 Millionen Euro davon investierten die Bundesländer in Studienplatzkosten von Studentinnen und Studenten aus Entwicklungsländern in Deutschland.