Ernährung weltweit sichern

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Ziele nachhaltiger Entwicklung Ernährung weltweit sichern

Für Ernährungssicherheit, bessere Ernährung und eine Welt ohne Hunger sind nachhaltige Landwirtschaft und ländliche Entwicklung wichtige Voraussetzungen. Das Ziel "Ernährungssicherheit" der Agenda 2030 soll bis 2030 erreicht werden – weltweit!

3 Min. Lesedauer

Gerade in dürreanfälligen Regionen ist es wichtig Sorten zu züchten, die an diese Bedingungen angepasst und besonders widerstandsfähig sind.

Gerade in dürreanfälligen Regionen ist es wichtig Sorten zu züchten, die an diese Bedingungen angepasst und besonders widerstandsfähig sind.

Foto: GIZ/SSAP

Deutschland setzt sich für eine ausreichende Ernährung als Menschenrecht ein. Zu einer nachhaltigen Ernährungssicherung können innovative und effiziente Technologien sowie eine Ausweitung des ökologischen Landbaus beitragen. 

Derzeit leiden schätzungsweise etwas mehr als 2 Milliarden Menschen an einem Mangel an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen (Mangelernährung), von denen etwa 828 Millionen Menschen von Hunger und chronischer Unterernährung betroffen sind. Dagegen müssen wir angehen. Mit der Agenda 2030 hat sich die internationale Staatengemeinschaft das ehrgeizige Ziel gesetzt, Ernährung weltweit zu sichern.

Ziel 2 – Kein Hunger

Konkret soll erreicht werden:

  • Ganzjährlicher Zugang zu ausreichend Nahrungsmitteln für alle Menschen
  • Für bessere, ausgewogene Ernährung sorgen
  • Höhere Produktivität und höhere Einkommen für Kleinbauern
  • Nachhaltige landwirtschaftliche Methoden anwenden
  • Genetische Vielfalt bewahren
  • Investitionen in Landwirtschaft
  • Handelsbeschränkungen und -verzerrungen korrigieren und verhindern
  • Reibungsloses Funktionieren der Märkte gewährleisten

Gegen Hunger und Mangelernährung

Gemäß Welternährungsbericht der Vereinten Nationen von 2022 haben weltweit in 2021 zwischen 702 und 828 Millionen Menschen gehungert – etwa 46 Millionen mehr als der Mitteltwert für 2020.

Hunger und Mangelernährung verstoßen gegen die Menschenwürde. Sie gehören zu den Hauptursachen von Hoffnungslosigkeit und sozialen Spannungen. Die Staatengemeinschaft setzt sich dafür ein, dass bis 2030 kein Mensch mehr unter Hunger und Mangelernährung leiden muss.

Das Abkommen der Vereinten Nationen für den Export von ukrainischem Getreide ist dabei sehr wichtig. Das Abkommen hat dazu beigetragen, die weltweiten Preise für Lebensmittel zu senken und die Versorgungslage mit Nahrungsmitteln in den ärmsten Ländern zu verbessern.

Deutschland setzt auf nachhaltige Landwirtschaft

Ernährungssicherung, nachhaltige Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sind Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

2014 hat die Bundesregierung die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" ins Leben gerufen. Sie ist ein Bündnis aus deutscher Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und setzt sich dafür ein, den weltweiten Hunger bis 2030 zu beenden. Die Bundesregierung investiert seither jährlich rund 1,5 Milliarden Euro in Schwellen- und Entwicklungsländern. 

Die Menschen vor Ort sollen in die Lage versetzt werden, ausreichend Lebensmittel zu produzieren. So sollen zum Beispiel "Grüne Innovationszentren" Kleinbäuerinnen und -bauern helfen, neue Strategien zu entwickeln, um Grundnahrungsmittel zu erzeugen, zu verarbeiten und zu vermarkten. Mit der G20-Initiative "Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum" unterstützt Deutschland afrikanische Länder außerdem dabei, jungen Menschen bessere Zukunftsperspektiven zu bieten.

Verantwortung für Ernährung übernehmen

Alle Formen der Fehlernährung haben weitreichende gesundheitliche Folgen – auch ein Zuviel an Nahrung. In Deutschland nehmen Krankheiten zu, die durch eine unausgewogene Ernährung und zu wenig Bewegung begünstigt werden. Deshalb gibt die Bundesregierung mit "IN FORM" praktische Tipps zu gesunder Ernährung und Bewegung.

Alle tragen Verantwortung durch die Art, wie sie sich ernähren: sowohl für sich selbst als auch für die Umwelt. Sich überwiegend von Obst, Gemüse, Getreideprodukten und Hülsenfrüchten aus möglichst regionaler Produktion zu ernähren trägt zu einer nachhaltigen Lebensweise bei. So werden klimaschädliche Emissionen verringert und nachhaltige Wertschöpfungsketten gefördert. Noch genießbare Lebensmittel wegzuwerfen ist hingegen mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit nicht vereinbar. Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ zeigt, wie man dies vermeidet und etwa aus Resten noch etwas Leckeres gezaubert werden kann. Gut für das Klima und gut für den Geldbeutel!

Mehr Öko-Landbau in Deutschland

Viele Deutsche setzen auf Bio: Deutschlands Bio-Markt ist der zweitgrößte der Welt. Das ist eine positive Entwicklung, denn der ökologische Landbau ist besonders ressourcenschonend und umweltverträglich. Die Bundesregierung will daher den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen bis zum Jahr 2030 auf 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche erhöhen. Mit der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau setzt die Bundesregierung Impulse für mehr Wachstum des Öko-Landbaus. Außerdem fördert sie Biobäuerinnen und -bauern mit Programmen wie dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft . Doch auch die konventionelle Agrarwirtschaft kann nachhaltig erzeugen. Die Bundesregierung hat zum Beispiel die Düngeverordnung geändert, um Stickstoffüberschüsse zu begrenzen.