Hochwertige Bildung weltweit

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Ziele nachhaltiger Entwicklung Hochwertige Bildung weltweit

Alle Menschen sollen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung erhalten. Darauf hat sich die Staatengemeinschaft in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet.

4 Min. Lesedauer

Grundschulkinder lesen Bücher

Jedes Kind hat das Recht auf Schulbildung.

Foto: Getty Images/iStockphoto

Eine hochwertige Bildung ist der Schlüssel für individuelle Chancen. Sie macht Menschen offener für Verhaltensänderung und ist zugleich die Grundlage für Innovationen und Bedingung für die nachhaltige Entwicklung der Erde. Bildung ist ein Menschenrecht – sie befähigt Menschen, ihre politische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Jedes Kind hat das Recht auf Schulbildung; jeder Mensch ein Anrecht darauf, seine grundlegenden Lernbedürfnisse zu befriedigen – und das ein Leben lang.

Das Bildungsniveau in Deutschland ist traditionell hoch. Auch ist unser Land für das sogenannte duale System in der beruflichen Bildung angesehen. Und deutsche Universitäten gehören zu den ältesten und erfolgreichsten der Welt. 

Ziel 4 – Hochwertige Bildung

Konkret soll erreicht werden:

  • Eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarausbildung für alle Mädchen und Jungen bis 2030
  • Bildungsförderung als Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik weiter ausbauen
  • Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Erziehung, Betreuung und Vorschulbildung und zu hochwertiger fachlicher, berufliche rund tertiärer Bildung für alle bis 2030
  • Beseitigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bildung
  • Alle Jugendlichen und ein erheblicher Teil der analphabeten Erwachsenen sollen lesen, schreiben und rechnen lernen
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung vorantreiben
  • Kinder-, behinderten- und geschlechtergerechte Bildungseinrichtungen

In den letzten Jahren wurde schon viel erreicht. Nach dem Grundgesetz sind in Deutschland hauptsächlich die Länder für Bildung zuständig. Die Bundesregierung will bessere Bildungs- und Teilhabechancen für alle und fördert über verschiedene Programm vor allem non-formale und außerschulische Modellprojekte.

Qualitätssteigerung in allen Bildungsbereichen

Zur Steigerung der Qualität von Bildung vom Kleinkindalter bis in die Hochschulen unternimmt die Bundesregierung Maßnahmen in allen Bildungsbereichen, von der Kleinkindbetreuung bis zur Hochschule. Hier nur einige Beispiele:

  • Mit dem KiTa-Qualitätsgesetz wird das Gute-KiTa-Gesetz über das Jahr 2022 hinaus bis Ende 2024 verlängert und die Qualität in der Kindertagesbetreuung bundesweit gesteigert.
  • Die Ganztagschul- und Betreuungsangebote werden kontinuierlich weiter ausgebaut. Der DigitalPakt Schulen  wird von Bund und Ländern wird so ausgestattet, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Fächern und Lernbereichen eine digitale Lernumgebung nutzen können. Dadurch wird das Lernen verbessert und modernisiert. technisch besser aus. 
  • Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist, fördert der Bund mit dem Programm "Sprach-Kitas" jene Kitas die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in Kindertageseinrichtungen.
  • Mit der "Initiative Klischeefrei" engagiert sich ein Bündnis aus Politik, Bildung, Wirtschaft und Forschung für eine Berufswahl nach den individuellen Stärken und Interessen von Mädchen und Jungen frei von Geschlechterklischees.
  • Die Initiative "Bildungsketten" von Bund und Ländern zur Unterstützung von Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Berufswelt und zur Reduzierung der Schul- und Ausbildungsabbruchsquoten wird fortgesetzt und ausgeweitet.
  • Mit dem Hochschulpakt haben Bund und Länder bislang mehr als eine Million zusätzlicher Studiermöglichkeiten an deutschen Hochschulen geschaffen. Mit dem Qualitätspakt Lehre wurden die Studienbedingungen verbessert.
  • Um die duale Berufsausbildung zu stärken, beteiligt sich die Bundesregierung an der Allianz für Aus- und Weiterbildung.

Doch das Lernen hört niemals auf. Qualifizierung und Weiterbildung werden immer wichtiger. Das staatliche BAföG sorgt dafür, dass eine Aus- oder Weiterbildung nicht am Geld scheitert. Studierende aber auch Handwerker, die sich zum Meister fortbilden wollen, können gefördert werden.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung soll die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen. Deutschland hat deshalb den Nationale Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Bund, Länder, Kommunen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft haben ihn entwickelt und setzen ihn gemeinsam um. Denn nur mit mehr Bildung werden wir gute Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel, Pandemien oder soziale Ungleichheit finden. 

"Aktionsprogramm Aufholen nach Corona“

Der Unterricht in Schulen, Ausbildungseinrichtungen und Hochschulen konnte während der Pandemie nicht wie üblich aufrechterhalten werden. Leidtragende sind Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studierende, die auch noch mit psychosozialen Belastungen zu kämpfen haben. Die Bundesregierung hat deshalb für Kinder und Jugendliche ein Aktionsprogramm beschlossen, um unter anderem Lernrückstände abzubauen und die frühkindliche Bildung zu stärken. Ebenfalls gibt es Hilfsprogramme für Auszubildende und Studierende.

Deutschland engagiert sich global

Bildung ist auch in der deutschen Entwicklungspolitik ein Schwerpunkt. Sie ist Schlüssel für mehr Eigenverantwortung der Menschen, stärkt das Demokratieverständnis, die Innovationsfähigkeit und schafft Zukunftsperspektiven. Die Bundesregierung fördert daher Bildungs- und Ausbildungsprojekte in mehr als 60 Ländern. Sie finanziert unter anderem den Bau von Schulen und Ausbildungszentren und bildet Lehrkräfte aus. Deutschland engagiert sich insbesondere in Krisenregionen. Mit Ländern wie Äthiopien, Afghanistan, Jemen, und Togo arbeitet die Bundesregierung besonders eng zusammen.