MINT-Fachkräfte dringend gesucht

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11. Nationaler MINT-Gipfel MINT-Fachkräfte dringend gesucht

Bundeskanzler Scholz hat auf die hohe Bedeutung von MINT-Berufen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands hingewiesen. Gerade mit Blick auf die Energiewende würden MINT-Fachleute gebraucht, sagte der Kanzler anlässlich des 11. Nationalen MINT-Gipfels in Berlin. Besonders wichtig sei die MINT-Bildung – bereits in den Kitas.

3 Min. Lesedauer

Ein junger Ingeneur beobachtet einen Roboterarm.

Ob Ingenieure, IT-Spezialistinnen, Meterologen oder Physikerinnen: Deutschland braucht mehr Fachkräfte aus dem MINT-Bereich.  

Foto: mauritius images / Westend61 / Daniel Ingold

Diese Zahl spricht für sich: Knapp 310.000 Arbeitskräfte fehlen in Deutschland aktuell im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Die größten Engpässe gibt es in den Energie- und Elektroberufen, in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie in den IT-Berufen. Deutschland braucht dringend Nachwuchs im MINT-Bereich: so die Botschaft des 11. Nationalen MINT-Gipfels in Berlin.

„Ohne MINT-Berufe geht es nicht“

Bundeskanzler Olaf Scholz hob hervor, dass MINT-Fachleute insbesondere benötigt würden, „um unser Land gut aufzustellen für die klimaneutrale Zukunft. Physikerinnen und Techniker, Mathematiker und IT-Spezialistinnen, Anlagenbauer und auch Meteorologinnen und Meteorologen – ohne die MINT-Berufe geht es nicht“, betonte Scholz in seinem digitalen Grußwort. Zudem brauche Deutschland als starkes Industrieland MINT-Fachkräfte, um „der Welt die Maschinen und die innovativen Technologien zu liefern, die alle Länder auf dem Weg in die klimaneutrale Zukunft benötigen“.

Umso wichtiger sei, ausgebildete Fachkräfte zu finden, die etwas von MINT-Fächern verstehen. Die Bundesregierung setzt sich mit einer Vielzahl von Initiativen dafür ein, dass mehr MINT-Fachkräfte gewonnen werden – und sich mehr junge Menschen für diesen Bereich interessieren.

MINT-Aktionsplan 2.0

Strategisches Dach der Aktivitäten der Bundesregierung ist der MINT-Aktionsplan 2.0 . Er bündelt Maßnahmen entlang der gesamten Bildungskette, also von Kita bis zur Hochschule und der Aus- und Weiterbildung. Dazu zählen beispielsweise der Schülerwettbewerb „Jugend forscht “ - und die Initiative „Haus der kleinen Forscher “ („Stiftung Kinder forschen“). Ziel ist es, bereits Kita-Kinder für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Hierfür werden Fach- und Lehrkräfte mit einem speziellen Bildungsprogramm unterstützt, um Kinder beim Entdecken, Forschen und Lernen qualifiziert zu begleiten.

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Video „Ohne die MINT-Berufe geht es nicht“

Kreatives Tüfteln und Forschen

In den Schulen wird die MINT-Bildung fortgesetzt – auch an außerschulischen Lernorten, in Forschungswerkstätten und Experimentierlaboren. Tausende von MINT-Bildungsinitiativen engagieren sich, Schulkinder und Jugendliche außerhalb des Schulunterrichts über kreatives Tüfteln, Forschen oder Programmieren an MINT-Wissen heranzuführen.

Der MINT-Aktionsplan verfolgt das Ziel, die zahlreichen Akteurinnen und Akteure zu unterstützen und stärker zu vernetzen. Besonders in den Blick genommen werden dabei Kooperationen von Schulen mit Schülerlaboren und Unternehmen, Science Centern, Museen und Bibliotheken.          

Fachkräfte aus dem In- und Ausland gewinnen

Auch die Fachkräftestrategie der Bundesregierung nimmt den MINT-Bereich in den Blick – und fördert ganz besonders die Ausbildung und die berufsbegleitende Weiterbildung. Es geht vor allem darum, dass die Beschäftigten von heute die Arbeit von morgen ausführen können sollen.

Darüber hinaus ist es Ziel der Bundesregierung, qualifizierte Zuwanderer zu gewinnen. Laut Bundeskanzler Scholz soll dies mit dem Fachkräfte-Einwanderungsgesetz gelingen. “Wir sorgen dafür, dass es einfacher wird für die Fachkräfte, zu uns zu kommen, unabhängig davon, ob es Maschinenbauerinnen, IT-Experten oder Handwerkerinnen und Laboranten mit Berufserfahrung sind. Davon profitieren gerade Unternehmen im MINT-Bereich, die besonders viele offene Stellen haben“, betonte Scholz.

Wichtig ist dem Bundeskanzler zudem, mehr Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Sie seien hier immer noch unterrepräsentiert. Umso mehr gelte es, dieses ungenutzte große Potenzial besser zu nutzen.

Organisiert wird der jährliche Nationale MINT-Gipfel vom Nationalen MINT-Forum – ein Zusammenschluss von mehr als 30 in der MINT-Bildung engagierten Institutionen. Dazu zählen Stiftungen und Wirtschaftsverbände, Wissenschaftseinrichtungen sowie weitere zivilgesellschaftliche Akteure. Beim diesjährigen MINT-Gipfel stand die Frage im Fokus, wie dem Fachkräftemangel begegnet werden kann.