Höhere Pendlerpauschale und Nachfolge 9-Euro-Ticket

Grafik zum Entlastungspaket

Foto: Bundesregierung

Anhebung der Pendlerpauschale

Die Entfernungspauschale für Berufspendlerinnen und -pendler steigt rückwirkend zum 1. Januar auf 38 Cent pro Kilometer ab dem 21. Kilometer. Sie kann also in der Steuererklärung für 2022 geltend gemacht werden. Die Regelung gilt bis 2026 und unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel. Über die Mobilitätsprämie wird die Entlastung auch auf Geringverdiener übertragen.

Bundesweites ÖPNV-Ticket

Es soll ein bundesweites Nahverkehrsticket eingeführt werden. Die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern erarbeiten zeitnah ein gemeinsames Konzept für ein deutschlandweit nutzbares, digital buchbares Abo-Ticket. Die Bundesregierung ist bereit, den Ländern dafür jährlich 1,5 Milliarden Euro zusätzlich bereitzustellen.

Denn das zeitlich befristete 9-Euro-Ticket für die Monate Juni bis September 2022 war ein großer Erfolg: rund 52 Millionen Tickets wurden über den gesamten Zeitraum verkauft – zusätzlich zu den mehr als zehn Millionen Abonnentinnen und Abonnenten, die das vergünstigte Ticket automatisch erhielten. Es wurde vom Bund mit 2,5 Milliarden Euro finanziert.

Niedrigere Energiesteuer auf Kraftstoffe („Tankrabatt“)

Zum 1. Juni 2022 wurden die Energiesteuersätze auf Kraftstoffe befristet für drei Monate auf das europäische Mindestmaß gesenkt. Die Steuerentlastung für Benzin betrug damit 29,55 Cent je Liter, für Diesel 14,04 Cent je Liter. Dafür verzichtete der Bund auf zusätzliche Einnahmen in Höhe von 3,1 Milliarden Euro.

Der sogenannte Tankrabatt hat schnell und wirksam die Menschen entlastet, die auf das Auto angewiesen sind. Eine belastbare Beurteilung der Weitergabe der befristeten Energiesteuersenkung an die Endkundinnen und -kunden kann erst nach Vorliegen umfassender Daten erfolgen.