Forschung und Patientenversorgung vereint

Netzwerk Universitätsmedizin Forschung und Patientenversorgung vereint

Im vergangenen Jahr hatten sich alle 36 Universitätskliniken in Deutschland zum "Netzwerk Universitätsmedizin" zusammengeschlossen, um sich besser über neue Entwicklungen in Forschung und Patientenversorgung auszutauschen. Mittlerweile werden 13 Projekte verfolgt.

Zwei Personen an Rednerpulten mit einer Deutscland-Flagge dazwischen.

Bundesforschungsministerin Karliczek bei der Pressekonferenz zum Netzwerk Universitätsmedizin.

Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel

Ein Impfstoff ist das eine - die medizinische Versorgung von COVID-19-Infizierten das andere. "Das Netzwerk Universitätsmedizin ist ein wesentlicher Baustein, die Bevölkerung zu schützen und Erkranken die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen", betonte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Mit 150 Millionen Euro unterstützt das Ministerium das Netzwerk.

Ziel des " Netzwerks Universitätsmedizin" (NUM) ist es, die Strategien zu Diagnostik und Behandlung von Erkrankten mit COVID-19 zusammenzuführen. Der verbesserte Austausch neuer Entwicklungen in Forschung und Patientenversorgung soll dazu beitragen, die aktuell hohen Zahlen schwer erkrankter Patientinnen und Patienten mit COVID-19 in Deutschland zu bewältigen und die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Wissen bündeln - Ressourcen sparen

Durch diese Bündelung des Wissens, der Kompetenzen und Ressourcen sollen Strukturen und Prozesse in den Kliniken geschaffen werden, die eine möglichst optimale Versorgung der COVID-19-Erkrankten sicherstellen. Gleichzeitig soll das Pandemiemanagement durch Versorgungsforschung und die Entwicklung praxisnaher Empfehlungen unterstützt werden.

Das Netzwerk bietet seit dem vergangenen Herbst die Plattform, dem sich alle 36 deutschen Universitätskliniken angeschlossen haben. Derzeit werden hier 13 Projekte verfolgt, die die Diagnostik und Behandlung von Corona-Erkrankten verbessern sollen.

Einige Beispiele:

Das Projekt B-FAST hat das Ziel, eine Plattform zur Test- und Surveillance-Strategie für unterschiedliche Anwendungsbereiche wie beispielsweise Gesamtbevölkerung, Schulen und Kitas, Risikobereiche und Kliniken zu entwickeln. 

Im Projekt CEO-sys werden die Vielzahl an wissenschaftlichen Studien zu COVID-19 gesammelt, sortiert und bewertet. Dies verbessert den Entscheidungsprozess in Arztpraxen oder Kliniken, im Öffentlichen Gesundheitsdienst und in der Politik auf Basis wissenschaftlicher Studienergebnisse. 

Das Projekt COVIM befasst sich mit der Immunität gegen COVID-19-Errreger. Zwei Fragen stehen hier im Zentrum: Wie kann immunologischer Schutz von wenigen immunen Personen auf viele nicht-immune Personen übertragen werden? Und: Wer ist wodurch und wie lange vor einer Infektion immunologisch geschützt?

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung.