Vereint gegen das Virus

G20-Videokonferenz Vereint gegen das Virus

Auf einem außerplanmäßigen Gipfeltreffen – dieses Mal per Videokonferenz – verständigten sich die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten auf ein gemeinsames Handeln gegen die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Ihr Dank gilt den vielen Menschen, die unermüdlich "im Gesundheitswesen an vorderster Front tätig sind".

Mann sitzt an einem Tisch vor vielen Bildschirmen

Auch EU-Ratspräsident Charles Michel hat am G20-Gipfel teilgenommen, der aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz stattfand.

Foto: picture alliance/AP Photo

Internationale Organisationen mit starkem Mandat

Die G20-Staaten haben sich dazu bekannt, alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um die COVID-19-Pandemie zu überwinden. Hierfür unterstützen die G20-Staaten die Weltgesundheitsorganisation (WHO), den internationalen Währungsfond (IWF), die Weltbankgruppe, die Vereinten Nationen (UN) sowie andere internationale Organisationen.

Der Schutz von Leben steht dabei ganz oben auf der Agenda. Darüber hinaus geht es um die Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkünften der Menschen. Wachstum soll wieder aus Stabilität und Vertrauen entstehen. Die Handelsbarrieren sollen möglichst klein gehalten, Investitionen in die öffentliche Gesundheit sowie Unterstützung hilfebedürftiger Länder deutlich verstärkt werden.

Die Pandemie bekämpfen

Für die G20 Staats- und Regierungschef sind Eindämmen und Bekämpfen der COVID-19-Pandemie von höchster Bedeutung. Sie einigten sich bei ihren Beratungen auf folgende Maßnahmen:

  • Die G20-Staaten unterstützen die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihren globalen Pandemieplan, die Impfstoffinitiative CEPI und die Globale Impfallianz GAVI.
  • Die G20-Staaten unterstützen die Krisenmechanismen von IWF- und Weltbank und erkennen die besonderen Herausforderungen von Entwicklungsländern
  • Die G20-Staaten bitten die WHO um Empfehlungen zur Vorbereitung einer neuen Globalen Pandemieinitiative, um bestehende Lücken im internationalen System künftig zu schließen. Es ist wichtig, dass wir aus dieser Krise lernen.

Schutz von Wirtschaft und Handel

Neben der Sicherstellung des weltweiten Gesundheitsdienstes haben sich die Gipfelteilnehmer auch dazu bekannt, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden aus der Pandemie so gering wie möglich zu halten. Die G20-Staaten haben sich auf umfassende Sofortmaßnahmen zur Unterstützung der Volkswirtschaften, der Beschäftigten und Unternehmen geeinigt. Insgesamt werden mehr als fünf Billionen Dollar zur Stützung und zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft eingesetzt. Außerdem sollen Störungen an den globalen Handels- und Lieferketten vermieden werden.