Beförderung von Passagieren aus Großbritannien und Südafrika untersagt

Flugzeug im Landeanflug

Aufgrund einer festgestellten neuen Variante des Coronavirus wird der Flugverkehr von Großbritannien nach Deutschland weitgehend eingestellt.

Foto: picture alliance / blickwinkel

Seit dem 22. Dezember 2020 gilt ein generelles Beförderungsverbot für Reisende aus Großbritannien, Nordirland und Südafrika nach Deutschland. Das Beförderungsverbot betrifft den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern. Mit einer entsprechenden Rechtsverordnung möchte das Bundesgesundheitsministerium eine Ausbreitung von Varianten des Corona-Virus nach Kontinental-Europa verhindern. Das Verbot gilt bis zum 20. Januar 2021. 

Ab dem 1. Januar 2021 dürfen nach vorheriger Genehmigung durch das Bundesministerium des Inneren Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland befördert werden.

Außerdem müssen sich seit dem 22. Dezember 2020 Reisende aus dem Vereinten Königreich sowie Südafrika sowie diejenigen, die sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise dort aufgehalten haben, auf das Corona-Virus testen lassen. Die bestehende Quarantänepflicht bei Einreisen aus den Risikogebieten gilt unbenommen.

Potentielle Beschleunigung der Pandemie vermeiden

Grund dieser Maßnahme ist eine im Vereinigten Königreich und in Südafrika festgestellte, neue Variante (Mutation) des Coronavirus, die nach Einschätzung der britischen Regierung um bis zu 70 Prozent leichter übertragbar ist als die bisher bekannte Variante SARS-CoV-2. Allerdings gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die neue Virusvariante auch zu einem schwereren Verlauf von COVID-19 führt. Sie könnte jedoch auch in Deutschland zu einer schnelleren Verbreitung des Virus führen und die Pandemie damit beschleunigen.

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