Mehr als die Hälfte erwerbstätig

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Geflüchtete erfolgreich integriert Mehr als die Hälfte erwerbstätig

Mehr als die Hälfte der 2015 nach Deutschland Geflüchteten war 2021 erwerbstätig. Ihre Erwerbstätigkeit ist gegenüber dem Pandemiejahr 2020 um zehn Prozentpunkte gestiegen. Die Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt jedoch auch: Frauen brauchen mehr Unterstützung.

2 Min. Lesedauer

Flüchtlinge in Arbeit

Der Bericht des IAB ist eindeutig: Erwerbstätigkeit und Löhne von Geflüchteten steigen deutlich.

Foto: Burkhard Peter

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat in einer aktuellen Studie die Erwerbsquote der im Jahr 2015 nach Deutschland geflüchteten Menschen untersucht. Sie zeigt: 65 Prozent der erwerbstätigen Geflüchteten, die seit sechs Jahren in Deutschland sind, arbeiten in Vollzeit, während es im Durchschnitt aller Erwerbstätigen in Deutschland 62 Prozent sind.

Neben der Erwerbstätigkeit steigt auch das Bildungsniveau und immer mehr Geflüchtete üben eine qualifizierte Berufstätigkeit aus: 33 Prozent der erwachsenen Geflüchteten haben sechs Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland Schulen und Hochschulen besucht oder haben Ausbildungen und Weiterbildungsmaßnahmen absolviert. 70 Prozent der erwerbstätigen Geflüchteten üben eine qualifizierte Tätigkeit, für die ein Berufs- oder Studienabschluss notwendig ist, aus. Allerdings sind unter denjenigen, die sich seit sechs Jahren in Deutschland aufhalten, immer noch 41 Prozent unterhalb ihres Tätigkeitsniveaus vor dem Zuzug beschäftigt, 12 Prozent oberhalb.

Frauen brauchen mehr Unterstützung

Laut IAB-Studie zeichnet sich zwischen den Geschlechtern immer noch ein erhebliches Gefälle ab. Während 67 Prozent der männlichen Geflüchteten sechs Jahren nach der Ankunft erwerbstätig sind, sind es bei Frauen 23 Prozent. Hier spielen die Betreuung von Kindern, aber auch Bildung und Berufserfahrung im Herkunftsland und die Teilnahme an Sprach- und Arbeitsmarktprogrammen in Deutschland eine Rolle. Acht Jahre nach Zuzug lag die Erwerbstätigkeitsquote von Frauen bereits bei 39 Prozent.

Die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen hilft, den Fachkräftemangel in Deutschland einzudämmen und trägt zur Sicherung der Sozialsysteme bei. Deshalb setzt die Bundesregierung auch weiterhin darauf, geflüchtete Menschen zunächst durch Sprach- und Integrationskurse auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten statt sie schnellstmöglich in Helferjobs zu vermitteln. So soll es gelingen, die Menschen gemäß ihrer Fähigkeiten einzusetzen. Nicht zuletzt hilft die Integration in den Arbeitsmarkt den Geflüchteten auch bei der Integration in die Gesellschaft – etwa durch Kontakte zu Kollegen und damit verbunden auch dem weiteren Spracherwerb.

Der Kurzbericht des IAB fast die Ergebnisse der Studie zusammen. Das Auswärtige Amt beantwortet viele weitere Fragen zur Einwanderung von Fachkräften.
Das Bundesarbeitsministerium informiert über die Fachkräftestrategie der Bundesregierung, über Make it in Germany und weitere Angebote. Mehr zur Arbeits- und Sozialpolitik finden Sie auf unserer Themenseite Arbeit und Soziales .