Arbeitsmarkt im Juli
Die Beschäftigung in Deutschland nimmt zu: Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Juli im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen. Allerdings stieg auch die Arbeitslosenquote und beträgt nun 5,7 Prozent. Die neuesten Zahlen hat die Bundesagentur für Arbeit herausgegeben.
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Foto: Bundesregierung
Die Zahl der Erwerbstätigen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen: Mit 45,94 Millionen Menschen fiel sie im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres um 313.000 höher aus. Die Berechnung der Erwerbstätigen erfolgt nach dem sogenannten Inlandskonzept und schließt damit sowohl In- als auch Ausländer mit ein, sofern sie in Deutschland ihren Arbeitsort haben.
Arbeitslosenquote gestiegen auf 5,7 Prozent
Gleichzeitig ist auch die Zahl der Arbeitslosen gestiegen: Im Monat Juli wurden in Deutschland 2,617 Millionen Arbeitslose gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Juli 2022 stieg die Arbeitslosenzahl um 147.000 – und damit die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte.
Der Vergleich zum Vormonat Juni zeigt: Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen weniger geworden, saisonbereinigt um 4.000. Jedoch wären die Zahlen angestiegen, wenn ukrainische Staatsangehörige bei der Berechnung nicht berücksichtigt worden wären.
Grund dafür sei die schwache Konjunktur, so die Bundesagentur für Arbeit. Auch das Bundesarbeitsministerium weist darauf hin, dass die konjunkturelle Entwicklung der nächsten Monate mit hohen Unsicherheiten verbunden sei.
Mehr Menschen, die Arbeitslosengeld oder Grundsicherung beziehen
Im Juli erhielten 810.000 Menschen Arbeitslosengeld und damit 93.000 mehr als im Juli des vergangenen Jahres. Auch die Zahl der Leistungsberechtigten für die Grundsicherung für Arbeitssuchende ist gegenüber dem vergangenen Jahr angestiegen. Sie liegt nun bei 3,944 Millionen Menschen, mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 114.000.
Zurückhaltende Nachfrage nach neuen Arbeitskräften
Im Monat Juli waren insgesamt 772.000 freie Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Dies sind 108.000 Stellen weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin zurückhaltend – auch wenn sich insgesamt die Zahl der gemeldeten freien Arbeitsstellen auf einem vergleichsweise hohen Niveau befindet.
Gute Chancen für Ausbildungsplätze
Für Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, stehen die Chancen gut: Es gibt weitaus mehr freie Ausbildungsplätze als Ausbildungssuchende. Von Oktober 2022 bis Juli 2023 wurden der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 509.000 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. 228.000 davon sind derzeit noch unbesetzt.
Weitere Informationen rund um Arbeits- und Sozialpolitik finden Sie auf unserer Themenseite Arbeit und Soziales.