Arbeitsmarktzahlen für Dezember 2023
Zum Jahresende ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter gestiegen. Gleichzeitig lag die Arbeitslosenquote mit 5,7 Prozent leicht über dem Wert des Vormonats.
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Die Arbeitslosenquote lag im Dezember bei 5,7 Prozent.
Foto: Bundesregierung
Der Arbeitsmarkt erweist sich 2023 als verlässlich und widerstandsfähig. So sei die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Dezember trotz weiterhin schwacher Konjunktur weiter gestiegen, kommentierte Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, die aktuellsten Arbeitsmarktzahlen. Erfreulich sei außerdem, „dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 35,1 Millionen im Oktober erneut einen Höchststand erreicht hat“, so Gebers.
Mehr Menschen erwerbstätig
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im November 2023 in Deutschland 46,22 Millionen Personen erwerbstätig. Das waren saisonbereinigt 22.000 mehr als im Oktober und 213.000 mehr als vor einem Jahr.
Sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren im Oktober 2023 laut Bundesagentur für Arbeit (BA) 35,12 Millionen Menschen – 34.000 mehr als im September und 227.000 mehr als im Oktober 2022. Der Anstieg beruht vor allem auf ausländischen Arbeitskräften.
Arbeitslosenquote im Dezember gestiegen
Im Dezember 2023 waren 2,637 Millionen Menschen arbeitslos; 31.000 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Das ist im Zuge der einsetzenden Winterpause nicht unüblich. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen um 5.000. Verglichen mit dem Dezember des vorigen Jahres lag die Arbeitslosenzahl um 183.000 Menschen höher.
Mehr zu den Arbeitsmarktzahlen für Dezember 2023 lesen Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.
Wieder etwas mehr Kurzarbeit
Vom 1. bis einschließlich 27. Dezember 2023 wurde für 60.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Konjunkturelles Kurzarbeitergeld wurde im Oktober 2023 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit für 179.000 Beschäftigte gezahlt – im September waren es 150.000, im August 111.000 Beschäftigte.
Foto: Bundesregierung
Jahresrückblick – der Arbeitsmarkt 2023:
Hohe Inflation, steigende Zinsen und eine schwache Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland haben die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im vergangenen Jahr gedämpft. Doch trotz einer schwachen Konjunktur sind Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Jahr 2023 leicht gestiegen. Im Jahresdurchschnitt lag die Zahl der Erwerbstätigen bei rund 45,93 Millionen Menschen. Das waren 333.000 oder 0,7 Prozent mehr als im Jahresdurchschnitt 2022.
Mit Blick auf die verschiedenen Arten der Beschäftigung zeigt sich, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zugenommen hat. Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit stieg sie von Juni 2022 auf Juni 2023 um 264.000 auf 34,71 Millionen. Der Anstieg fällt damit deutlich geringer aus als im Vorjahr. Das Plus bei der Beschäftigung geht ausschließlich auf die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Ausländerinnen und Ausländern zurück.
Auch die geringfügig entlohnte Beschäftigung nahm zu. Sie ist im Juni 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 250.000 auf 7,61 Millionen gestiegen. Gesunken ist hingegen die Zahl der Menschen, die selbstständig sind: und zwar um 30.000 oder 0,8 Prozent auf 3,88 Millionen.
Durchschnittlich 2,61 Millionen Menschen waren 2023 in Deutschland arbeitslos gemeldet; 191.000 oder acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei 5,7 Prozent und damit 0,4 Prozent höher als der Vorjahresdurchschnitt.
Mehr zum Jahresrückblick finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.