Die Attraktivität des Dorflebens erhalten und stärken

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung Die Attraktivität des Dorflebens erhalten und stärken

Seit 2015 werden mit dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung viele Projekte im ländlichen Raum gefördert. Sie helfen, Leben und Arbeiten auf dem Land attraktiver zu machen. Das Bundeskabinett hat einen Evaluationsbericht beschlossen. Die besten Projekte sollen auch in anderen Regionen übernommen werden. 

Siedlung mit Fachwerkhäusern aus der Luft

Damit das Leben auf dem Land attraktiv bleibt: Mit BULE werden gute Ideen für aktuelle und künftige Herausforderungen auf dem Land erprobt.

Foto: picture alliance / blickwinkel

Welche Ziele verfolgt das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)?

Mit BULE will die Bundesregierung zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland beitragen. Gefördert werden Vorhaben, die der ländlichen Entwicklung dienen. Ideen und zukunftsweisende Lösungen für aktuelle und künftige Herausforderungen werden erprobt und systematisch ausgewertet. Mit lokalen Akteuren wird gezielt und gemeinsam an neuen Ansätzen gearbeitet. So sollen wirksame Konzepte und Projekte entstehen, die übertragbar sind und auch andernorts funktionieren.

Welche Ressorts sind beteiligt?

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat BULE 2015 aufgelegt. Bundesweit werden mehr als 1.700 Projekte gefördert – etwa zur Digitalisierung, zur Mobilität, zum kulturellen Leben, zum Ehrenamt oder zur Nahversorgung in ländlichen Räumen.

Da einige Themen Kompetenzen weiterer Ressorts betreffen, sind seit 2019 auch das Bundesinnenministerium, die Kulturstaatsministerin und das Bundesjustizministerium beteiligt. BULE wird damit zu einer verbindenden Klammer: auf Bundesebene ländliche Räume modellhaft zu fördern.

Warum wird das Programm als "Wissensprogramm" bezeichnet?

Das Bundeskabinett hat einen Evaluationsbericht zum Bundesprogramm beschlossen, in welchem dieses als "Wissensprogramm" gewürdigt wird. Denn er zeigt, dass erforderliche Strukturen geschaffen worden sind. So können in den nächsten Jahren aus den Maßnahmen des Programms fundierte Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der Förderpolitik und der Förderinstrumente von Bund und Ländern gewonnen werden.

Inhaltlich konzentriert sich der Bericht auf die Vorstellung der einzelnen Maßnahmen der Ressorts sowie die jeweilige Konzeption der fachlichen Auswertungen. Diese umfassen die Rahmenbedingungen, die Wirkungen, die Erkenntnisse sowie den Wissenstransfer. Damit sollen gute Projektideen in andere ländliche Regionen übertragen werden.

Der Bericht enthält jedoch noch keine Evaluierungsergebnisse zu einzelnen Fördermaßnahmen. Da viele Projekte noch laufen, wird eine Auswertung erst zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen.

Welche Rolle spielt der Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"?

Der Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist Bestandteil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung. Damit werden besonders kreative Ideen für attraktives Dorfleben prämiert. Bereits zum 26. Mal hat das Bundeslandwirtschaftsministerium bürgerschaftliches Engagement und die ganzheitliche Entwicklung unserer Dörfer geehrt. Knapp 1900 Dörfer aus ganz Deutschland haben sich diesmal am Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligt, um eine der begehrten Auszeichnungen zu erhalten. Insgesamt hatten es 30 Dörfer in die große Finalrunde geschafft. Mit Gold ausgezeichnet wurden die Dörfer Basberg, Bollstedt, Bötersen, Dissen, Gestratz, Lückert, Rumbach und Schaephuysen.

Herausragendes bürgerschaftliches Engagement, beispielhafte Ideen und zukunftsweisende Konzepte - damit konnten acht Golddörfer beim 26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" überzeugen. Sehen Sie hier Videos mit beispielhaften Impressionen aus den Golddörfern Schaephuysen und Bollstedt

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