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Gesellschaftliches Engagement

Neue Stiftung beschlossen

Engagement, Ehrenamt und Demokratieförderung sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von entscheidender Bedeutung. Die Bundesregierung hat nun die "Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt" ins Leben gerufen. Sie setzt damit eine Maßnahme aus den Ergebnissen der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" um.

Sieben Hände halten jeweils das Handgelenk des anderen und bilden einen Kreis.

Von großer Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt - ehrenamtliches Engagement.

Foto: Getty Images/iStockphoto

Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Verein oder bei der Freien Wohlfahrtspflege: Derzeit engagieren sich mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich. Gerade in den ländlichen Räumen haben Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement eine besondere und lange Tradition. Sie tragen aktiv zur Sicherung der Daseinsvorsorge, zum Erhalt des Miteinanders und zur Lebensqualität bei.

Gemeinsam mit Ländern und Kommunen arbeitet die Bundesregierung mit Nachdruck daran, die Lebensqualität in den Städten und in den ländlichen Regionen weiter zu verbessern und zu stärken. Sie hat dazu die Kommission " Gleichwertige Lebensverhältnisse" eingesetzt.

Unterstützung ehrenamtlich Tätiger

Besonders in strukturschwachen und ländlichen Regionen ist es häufig schwierig, ehrenamtliche Strukturen aufzubauen und zu erhalten. Vor allem kleinen Initiativen fällt es oftmals schwer, Unterstützung zu bekommen - zum Beispiel bei rechtlichen Fragestellungen oder der Beantragung von Fördermaßnahmen.

Um dem entgegenzuwirken, hat das Kabinett nun der Gründung einer "Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt" zugestimmt. Diese soll noch in diesem Jahr errichtet werden. Kernanliegen der Stiftung ist es, Serviceangebote für die Organisation von bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt bereitzustellen und ehrenamtlich Tätige bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Bundesregierung fördert bürgerschaftliches Engagement

Die Bundesregierung fördert ehrenamtliches Engagement mit einer Fülle von Maßnahmen, Programmen und Initiativen, darunter:

  • Freiwilligendienste wie der Bundesfreiwilligendienst oder das Freiwillige Soziale und das Freiwillige Ökologische Jahr. Hier schuf die Bundesregierung erst kürzlich die Möglichkeit für Jüngere, einen Freiwilligendienst auch in Teilzeit zu absolvieren. Vorher stand diese Option nur diejenigen offen, die mindestens 27 Jahre alt sind.
  • Das Bundesprogramm " Demokratie leben": 115 Millionen Euro stellt die Bundesregierung jährlich dafür bereit. Gefördert werden Projekte, die sich für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander einsetzen. Sie werden zu einem großen Teil von Freiwilligen getragen. Derzeit werden mehr als 600 Projekte unterstützt.
  • Das Bundesprogramm " Zusammenarbeit durch Teilhabe": Es zielt auf die Förderung von Projekten für demokratische Teilhabe speziell in ländlichen und strukturschwachen Regionen ab. Dafür stehen zwölf Millionen Euro bereit.
  • Mehrgenerationenhäuser: Mehr als 540 Häuser in ganz Deutschland unterstützt der Bund finanziell. Sie fördern den Dialog, stärken die Bürgerbeteiligung und damit den Zusammenhalt der Menschen vor Ort.
  • Wertschätzung und Würdigung des Engagements: Die Bundesregierung zeichnet mit verschiedenen Preisen wie dem Deutschen Engagementpreis herausragendes Engagement aus.