Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
Im Koalitionsvertrag haben sich die Regierungsparteien zu den Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bekannt. Sie ist der Fahrplan für eine nachhaltige Entwicklung in ganz Deutschland.
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Nachhaltigkeit soll für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht werden.
Foto: Getty Images/i-Stock/FG Trade Latin
Die Bundesregierung hat 2002 zum ersten Mal eine Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) aufgelegt. Seitdem wird sie regelmäßig alle vier Jahre aktualisiert und legislaturübergreifend getragen. Die Nachhaltigkeitspolitik steht somit für Kontinuität im Regierungshandeln und orientiert sich seit 2015 an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen.
Die Nachhaltigkeitsziele seien die Richtschnur für ein freies, sicheres, gerechtes und wohlhabendes Deutschland, betonte Kanzleramtsminister Thorsten Frei auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung.
Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen seien sie mehr als eine Vision, die Orientierung bietet. Mit den Nachhaltigkeitszielen ließe sich auch eine gute Zukunft für alle gestalten. Nachhaltigkeit sei kein „nice-to-have”, sondern ein „must-have”, so Frei.
Fokus auf sechs Transformationsbereiche
Im Januar 2025 wurde die aktuelle Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025 PDF, 2 MB, barrierefrei (DNS) beschlossen. Sie steht unter dem Titel „Transformation gemeinsam gerecht gestalten” und legt den Fokus auf sechs Transformationsbereiche, in denen großer Handlungsbedarf besteht, um die Ziele bis 2030 zu erreichen:
- Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten, soziale Gerechtigkeit
- Energiewende und Klimaschutz
- Kreislaufwirtschaft
- Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende
- Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme
- Schadstofffreie Umwelt
Daneben beschreibt sie das Regierungshandeln anhand von fünf Instrumenten, um die Ziele zu erreichen:
- Gesellschaftliche Mobilisierung und Teilhabe
- Finanzen
- Internationale Verantwortung und Zusammenarbeit
- Forschung, Innovation und Digitalisierung
- Governance
Bei allem Handeln berücksichtigt die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie auch grenzüberschreitende Auswirkungen des nationalen Handelns. Die Maßnahmen müssen so ausgestaltet sein, dass sie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in anderen Ländern nicht behindern.
Von der Strategie zum Aktionsplan
Die Bundesregierung will auch im Bereich Nachhaltigkeit überflüssige Bürokratie abbauen. Berichtspflichten sollen reduziert werden und aus der aktuellen Strategie soll ein bürgernaher Aktionsplan entstehen. Der Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen hat den Auftrag, den Plan auf den Weg zu bringen. Wichtig dabei ist der Wechsel zu einem handlungsorientierten Format, damit die Maßnahmen nachhaltiger Entwicklung auch Wirkung zeigen.
Der Fokus wird stärker auf aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen und der Zeitenwende liegen und alle Dimensionen der Nachhaltigkeit abdecken: die ökonomische, ökologische und soziale. Der Aktionsplan wird von sogenannten Missionen – ressortübergreifende und interdisziplinäre Arbeitsgruppen – begleitet und entwickelt. Geplant sind Missionen in folgenden Handlungsfeldern:
- Leistungsfähiger Staat und nachhaltige, langfristig tragfähige Staatsfinanzen
- Leistungsfähige, nachhaltige Wirtschaft und dauerhaft hohes, nachhaltiges Wirtschaftswachstum
- Soziale Gerechtigkeit, gleichwertige Lebensverhältnisse und gesellschaftlicher Zusammenhalt
- Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen
- Internationale Verantwortung und Zusammenarbeit
Hier gelangen Sie zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025 PDF, 2 MB, barrierefrei , zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025 in Leichter Sprache PDF, 2 MB, barrierefrei sowie zur Übersetzung dieses Artikels in Leichte Sprache. Here you can access the Continued development of the German Sustainability Strategy.