Am 30. September 2011 lud die Vorsitzende des Beirates, Staatsministerin Maria Böhmer, zu einer zweitägigen Klausurtagung in Potsdam ein. Mit der Debatte setzt der Beirat ein wichtiges Zeichen für ein besseres gegenseitiges Verständnis und einen größeren Zusammenhalt in Deutschland.
Zu der zweitägigen Klausurtagung in Potsdam hatte die Vorsitzende des Beirates, Staatsministerin Maria Böhmer, eingeladen. „Der Beirat ist eine ausgezeichnete Plattform für Diskussionen über Grundsatzfragen von Zuwanderung und Integration. Eine zentrale Frage lautet: Was bedeutet Heimat für die immer größer werdende Zahl der Migranten? Nahezu jeder Fünfte in Deutschland kommt aus einer Zuwandererfamilie. Viele von ihnen sind hier geboren und leben bereits in der dritten oder vierten Generation bei uns. Fällt es ihnen dennoch schwer, ein Heimatgefühl zu entwickeln? Was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass Migranten Deutschland als ihre Heimat verstehen? Wichtig ist aber auch die Frage: Wie kann sichergestellt werden, dass sich alle Einheimischen angesichts der wachsenden Vielfalt in Deutschland heimisch fühlen? Mit der Debatte über diese Grundsatzfragen setzt der Beirat ein wichtiges Zeichen für ein besseres gegenseitiges Verständnis und einen größeren Zusammenhalt in unserem Land“, betonte Staatsministerin Böhmer.
„Von zentraler Bedeutung ist auch die Frage: Wie lange ist man Migrant? Macht es der „Migrantenstatus“ für hier geborene Einwandererkinder schwerer, sich mit unserem Land zu identifizieren? Deutschland ist gefordert, denjenigen die Hand zu reichen, die sich bei uns einbringen wollen. Zugleich steht das ursprüngliche Herkunftsland vor der Aufgabe, die Migranten „loszulassen“ und ihnen in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, erklärte Böhmer.
Die Klausurtagung ist das erste Treffen des Beirats nach seiner Konstituierung im Mai dieses Jahres. Personell setzt sich der Beirat aus 32 Mitgliedern zusammen. Dazu gehören zehn Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen sowie Mitglieder anderer wichtiger gesellschaftlicher Gruppen wie den kommunalen Spitzenverbänden, den Stiftungen, der Bundesagentur für Arbeit, von Arbeitgebern und Gewerkschaften, dem Sport, der Freien Wohlfahrtspflege, den Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie aus Wissenschaft und Forschung. Darüber hinaus hat Staatsministerin Böhmer fünf Persönlichkeiten für den Beirat berufen:
Einen ständigen Gaststatus hat für den Deutschen Bundestag der Vorsitzende des Innenausschusses Wolfgang Bosbach, für die Bundesregierung Gabriele Hauser, Abteilungsleiterin im Bundesinnenministerium, und für die Länder die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz Irene Alt.