So fördert der Bund den MINT-Bereich

Initiativen für MINT-Bildung So fördert der Bund den MINT-Bereich

Bei einem virtuellen Besuch im IT-Bildungszentrum „TUMO“ informierte sich Kanzlerin Merkel darüber, wie fit manche Kinder und Jugendliche im Umgang mit digitalen Techniken sind. Den Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – fördert die Bundesregierung mit einer Reihe von Maßnahmen und Initiativen. Ein Überblick.

Mehrere Schülerinnen experimentieren während des Unterrichts im Fach Chemie und dokumentieren die Ergebnisse mit einem iPad.

Am Girls' Day können Schülerinnen Einblicke in Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren bekommen.

Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich

Der Begriff MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – und damit für Unterrichts- und Studienfächer sowie Berufe aus den vier Bereichen. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, die MINT-Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und die Chancen von Mädchen und Frauen in MINT-Berufen zu steigern. Dies sind die wichtigsten Initiativen: 

  • MINT Aktionsplan: Der MINT-Aktionsplan wurde 2019 ins Leben gerufen und soll die MINT-Bildung stärken. Ziele sind es, die MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche zu fördern, dem Fachkräftemangel in den entsprechenden Berufen entgegenzuwirken, die Chancen von Mädchen und Frauen zu steigern und der Gesellschaft die hohe Bedeutung von MINT aufzuzeigen.  55 Millionen Euro stehen aus dem Aktionsplan bis 2022 für Investitionen in die MINT-Bildung bereit. Ein wichtiges, bereits umgesetztes Projekt aus dem MINT-Aktionsplan ist die zentrale Geschäftsstelle „MINTvernetzt“. Seit Mai 2021 gibt es damit eine zentrale Anlaufstelle für die MINT-Bildung in ganz Deutschland.
  • Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT.“: Bereits seit 2008 gibt es den Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT“. Dafür haben sich inzwischen mehr als 360 Partner aus Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Sozialpartnern, Medien und Politik zusammengeschlossen, um Mädchen und Frauen für MINT-Berufe zu begeistern und den Anteil an Studienanfängerinnen in MINT-Fächern zu steigern.
  • „Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen“: Dieses Förderprogramm soll mit neuen Projektansätzen Mädchen und jungen Frauen aufzeigen, dass ihnen alle Wege in der vielfältigen MINT-Berufswelt offen stehen. Seit 2016 haben - mit einem Gesamtbudget von mehr als 20 Millionen Euro - insgesamt 55 Projekte vielfältige Strategien entwickelt, um MINT-Karrierewege von Mädchen und Frauen auch im Kontext der Digitalisierung zu befördern.
  • Girls' Day – Mädchen-Zukunftstag: Beim jährlich in ganz Deutschland stattfindenden Girls' Day – Mädchen-Zukunftstag können Schülerinnen Einblicke in MINT-Berufsfelder erhalten. Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren öffnen ihre Türen für den Girls' Day und geben Einblicke in ihren Berufsalltag. Dieses Jahr hat der Aktionstag am 22. April 2021 Corona-bedingt digital stattgefunden.
  • Für eine Berufswahl abseits von überholten Rollenmustern engagiert sich die Bundesinitiative „Klischeefrei“. Geschlechterstereotype spielen auch heute noch in die Berufs- und Studienwahl hinein. Dabei sollten junge Menschen Berufe finden, die zu ihren Stärken passen und ihnen Spaß machen – frei von Klischees und Geschlechterzuweisungen. Dies zu erreichen, ist das Ziel der Initiative Klischeefrei.
  • „Wir bleiben schlau“ - Allianz für MINT-Bildung für zu Hause: Diese Allianz wurde im vergangenen Jahr in einer spontanen Initiative durch das Bundesbildungsministerium und die MINT-Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz ins Leben gerufen. Die Initiative wurde gegründet für Kinder und Jugendliche, die in ihrer Freizeit und in Zeiten von Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie zu Hause bleiben mussten. Sie will den Spaß an MINT mit ausgewählten Angeboten zum Experimentieren, Programmieren und Dazulernen auch für daheim vermitteln. Mittlerweile hat sich die Initiative zu einer erfolgreichen Vermittlungsplattform für MINT-Bildungsangebote für zu Hause entwickelt.  
  • Die  gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ fördert schon früh das natürliche Interesse von Mädchen und Jungen an MINT-Themen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Gefördert wird das „Haus der kleinen Forscher“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 11,9 Millionen Euro jährlich.
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