Für bezahlbare Windenergie auf See

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Im Kabinett beschlossen
Für bezahlbare Windenergie auf See

Mit dem Windenergie-auf-See-Gesetz setzt die Bundesregierung ein weiteres deutliches Signal für einen kosteneffizienten und entschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien. Lesen Sie hier, warum das nicht nur für die Wirtschaft eine gute Nachricht ist.

Ein Offshore-Windpark in der Nordsee.

Investitionen in Offshore-Anlagen werden durch das Windenergie-auf-See-Gesetz attraktiver.

Foto: picture alliance/dpa

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf für einen kostengünstigeren und optimierten Ausbau der Windenergie auf See beschlossen. Die Windenergie auf See – sogenannte Offshore-Windenergie – ist für eine zuverlässige Versorgung der Industrie mit Energie unverzichtbar. Sie ist damit ein essentieller Bestandteil einer sicheren und zunehmend unabhängigen Energieversorgung in Deutschland. 

Die Bundesregierung gibt mit dem Entwurf ein deutliches Signal für Planungs- und Investitionssicherheit für Offshore-Windenergieanlagen in Deutschland. Dabei werden konsequent die Kosten des Ausbaus in den Fokus genommen. Das stärkt Effizienz, Investitionssicherheit und Widerstandsfähigkeit der Windenergie auf See.

Eine sichere, bezahlbare und saubere Energieversorgung ist ein zentrales Ziel der Bundesregierung. Dazu hatte sie zuletzt eine Reform des Erneuerbaren Energien-Gesetzes sowie das Netzanschlusspaket beschlossen. Lesen Sie hier , was die Bundesregierung darüber hinaus für niedrigere Energiekosten unternimmt. 

Ausbauzielen bleiben unverändert

Die ambitionierten Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien bleiben unverändert – auch bei der Windenergie auf See. Das nun beschlossene Gesetz richtet den weiteren Ausbau der sogenannten Offshore-Windenergie aber stärker auf Bezahlbarkeit, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit aus. Vergebene Projekte sollen zukünftig tatsächlich realisiert werden. So werden die Potenziale der Windenergie auf See künftig besser genutzt.

Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche unterstrich, dass die Reform „mehr Investitionssicherheit, realistischere Auktionen und eine bessere Nutzung der Leitungen“ schaffe. Zudem würden Fördermittel gezielter eingesetzt. „So stärken wir unsere Energieversorgung und die europäische Offshore-Industrie und bringen die Energiewende verlässlich voran“, so Reiche.

Die wichtigsten Regelungen im Überblick

  • Die Systemkosten der Offshore-Windenergieanlagen werden gesenkt, indem ihre Netzanbindungen optimiert wird. Zudem sieht der Entwurf eine Erhöhung der Regellaufzeit von 25 auf 35 Jahre vor. Auch das verbessert die Wirtschaftlichkeit der Projekte massiv. 
  • Analog zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes werden auch für die Offshore-Windenergie sogenannte Differenzverträge (Contracts for Difference, kurz CfD) eingeführt. Dabei wird den Betreibern der Anlagen ein Mindeststrompreis abgesichert; darüber hinausgehende Erlöse werden abgeschöpft und entlasten den Bundeshaushalt. 
  • Mit Umsetzung des Net-Zero Industry Acts (NZIA) der Europäischen Union werden zusätzliche Kriterien unter anderem für Cybersicherheit und Widerstandsfähigkeit eingeführt. Das ist vor allem wichtig, um einseitige Abhängigkeiten von Drittstaaten zu begrenzen.
  • Gleichzeitig bleibt der Meeresnaturschutz zentraler Bestandteil der Genehmigungsverfahren. So soll der naturverträgliche Ausbau der Offshore-Windenergie sichergestellt werden.