Europäische Partner beraten zum geopolitischen Wandel in der Arktis

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Finnlands Ministerpräsident Orpo sitzt neben Kanzler Merz und gestikuliert.

Kanzler Merz im Gespräch mit Finnlands Ministerpräsident Orpo: Beim EU-Arktis-Gipfel geht es um die Rolle der EU in der Arktis.

Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Auf Einladung des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo hat Bundeskanzler Friedrich Merz am EU-Arktis-Gipfel teilgenommen. Dieser fand am 13. und 14. September 2026 im finnischen Rovaniemi statt. Gemeinsam mit weiteren EU-Partnern und Vertreterinnen und Vertretern der EU-Institutionen tauschte sich Bundeskanzler Merz über den gemeinsamen strategischen Ansatz der EU für die Arktis aus. 

„Hier im hohen Norden Europas kann man sehen, wie gefährdet der Frieden in Europa ist“, betonte der Kanzler zu Beginn des zweiten Gipfeltages. Daher seien die Beratungen vor Ort, einem geopolitischen Hotspot, wo laut Kanzler Merz die Bedrohung wirklich sichtbar sei, besonders wichtig. Seine Teilnahme unterstreiche, dass auch in Deutschland der geopolitische Wandel der Region ernst genommen werde. „Wir sind Teil dieses strategisch gefährdeten Teils Europas“, machte der Bundeskanzler für das deutsche Interesse an der Region deutlich.

Wachsendes Interesse an der Arktis

Nach den zweitägigen Beratungen forderte Bundeskanzler Merz bei der abschließenden Pressekonferenz mit den Gipfelteilnehmenden, dass die Europäische Union künftig ein stärkeres Augenmerk auf den hohen Norden richten müsse. Russlands Präsenz in der Region und mit hybriden Angriffen in anderen Regionen Europas nehme täglich zu. Hierauf müssten die europäischen Partner, aber auch die NATO mit Einheit und Stärke reagieren. Insbesondere den europäischen Teil der transatlantischen Allianz forderte er auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Freiheit zu verteidigen und den Frieden zu bewahren.

Wirtschaftliche Chancen in der Region 

Auch durch wirtschaftliche und umweltpolitische Entwicklungen gewinne die Region zunehmend an Bedeutung, betonte der Kanzler. Folgerichtig waren diese Themen Bestandteil der Beratungen in Finnland. Rohstoffe, Energie, Transport- und Seewege sowie die Weltraumkapazitäten der Arktisregion bezeichnete Bundeskanzler Merz bei der abschließenden Pressekonferenz als zukunftsträchtige Wirtschaftsfelder. Als Erfolgsbeispiel hierfür bezeichnete er den ersten europäischen Raketenstart im Norden Norwegens mit Beteiligung eines deutschen Unternehmens.

Neben den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen stimmten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum strategischen Ansatz der EU in der Region ab. Zum Abschluss der Beratungen bekräftigte Bundeskanzler Merz, dass die Gespräche in Brüssel, aber auch mit anderen Partnern wie Island, Norwegen, Kanada und dem Vereinigten Königreich fortgeführt würden. 

Sehen Sie hier die Fotoreihe zum EU-Arktis-Gipfel:

Der EU-Arktis-Gipfel fand am 13. und 14. September auf Einladung des finnischen Premierministers Petteri Orpo statt. Angesichts der wachsenden geopolitischen, wirtschaftlichen und umweltpolitischen Entwicklungen gewinnt die Region zunehmend an Bedeutung. Chancen bieten sich dort unter anderem in den Bereichen Rohstoffe, Handel, Raumfahrt und Forschung. Zudem öffnen sich mit dem Voranschreiten des Klimawandels neue Seewege in der Arktis.