Fotoreihe
Frankreich hat am 1. Januar den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. Sechs Monate lang wird es den Rat der Europäischen Union leiten. Gründerstaat und treibende Kraft der europäischen Einigung, enger Partner und Nachbar Deutschlands: Mehr über das Land und seine Rolle in der EU erfahren Sie in dieser Fotoreihe.
Frankreich ist Deutschlands wichtigster Partner in Europa. Parallel zur europäischen Integration bauen beide Länder nach dem Zweiten Weltkrieg enge Beziehungen auf. Sie werden oft als Modell für die Aussöhnung zweier Völker betrachtet. Frankreich und Deutschland gehören 1957 zu den sechs Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), dem Kern der heutigen EU. Die deutsch-französische Freundschaft wurde 1963 mit dem Élysée-Vertrag besiegelt. Sie umfasst auch enge Beziehungen der Zivilgesellschaften.
Frankreich übernimmt bereits zum 13. Mal die EU-Ratspräsidentschaft. Ein Datum, das während einer französischen Ratspräsidentschaft in die EU-Geschichte eingeht, ist der 11. Dezember 2000: Die Staats- und Regierungschefs beschließen den Vertrag von Nizza. Von deutscher Seite dabei: Der damalige Bundeskanzler Schröder (1.v.l.) und Außenminister Fischer (4.v.l.), hier mit Frankreichs Staatspräsident Chirac (2.v.l.) und Premierminister Jospin (3.v.l.). Das Abkommen leitet Reformen ein, um die Europäische Union vor allem auf die bevorstehende Ost- und Süderweiterung vorzubereiten. Denn zu den damals 15 EU-Mitgliedsländern sollten zwölf weitere hinzukommen.
Das Motto der französischen EU-Ratspräsidentschaft 2022 lautet: „Relance, Puissance, Appartenance“ – auf deutsch: „Aufschwung, Stärke, Zugehörigkeit“. Aufschwung und wirtschaftliches Wachstum steht für Europa als treibende Kraft in der digitalen und ökologischen Wende. „Stärke“ für den Schutz und die Stärkung der Werte und Interessen Europas. „Zugehörigkeit“ für die Schaffung und Weiterentwicklung eines gemeinsamen europäischen Bewusstseins, das aus unserer Kultur, den gemeinsamen Werten und unserer gemeinsamen Geschichte hervorgeht.
Von der Fläche her ist Frankreich mit 645.000 Quadratkilometern das größte Land in der EU – vor Spanien, Schweden und Deutschland. Mit einer Bevölkerung von 67,4 Millionen Menschen liegt es hinter Deutschland auf Platz zwei. Frankreichs Staatsgebiet besteht aus 18 Regionen. Davon befinden sich 13 in Europa, 5 sind überseeische Regionen. Die überseeischen Regionen wie Martinique oder La Réunion gelten als Teile der EU. Sie sind jedoch kein Schengen-Gebiet und gehören nicht dem Verbrauchssteuergebiet der EU an, haben aber den Euro als Währung.
War Frankreich 1945 noch ein Agrar- und Kolonialstaat entwickelte es sich rasch zu einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. 2018 waren die wichtigsten Wirtschaftszweige öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Bildung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (22,4 Prozent). Es folgen Groß- und Einzelhandel, Verkehr sowie Beherbergungs- und Gaststättenwesen (17,8 Prozent). 59 Prozent der Ausfuhren Frankreichs gehen in EU-Länder, die meisten davon nach Deutschland (14 Prozent). 69 Prozent der Einfuhren kommen aus Mitgliedstaaten der EU – etwa aus Deutschland (18 Prozent) sowie Belgien (10 Prozent) und den Niederlanden (8 Prozent).
Paris ist Hauptstadt und überragendes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Frankreichs. Mit einer Fläche von 105 Quadratkilometern und 2,1 Millionen Einwohnern ist sie die mit Abstand größte Stadt des Landes. Sie hat sechs internationale Bahnhöfe und ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Frankreichs. Eine wichtige Rolle spielt auch der Tourismus: Paris zählt wegen der Vielzahl seiner Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angebote zu den weltweit meist besuchten Städten.
Frankreich ist Deutschlands wichtigster Partner in Europa. Parallel zur europäischen Integration bauen beide Länder nach dem Zweiten Weltkrieg enge Beziehungen auf. Sie werden oft als Modell für die Aussöhnung zweier Völker betrachtet. Frankreich und Deutschland gehören 1957 zu den sechs Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), dem Kern der heutigen EU. Die deutsch-französische Freundschaft wurde 1963 mit dem Élysée-Vertrag besiegelt. Sie umfasst auch enge Beziehungen der Zivilgesellschaften.
Frankreich übernimmt bereits zum 13. Mal die EU-Ratspräsidentschaft. Ein Datum, das während einer französischen Ratspräsidentschaft in die EU-Geschichte eingeht, ist der 11. Dezember 2000: Die Staats- und Regierungschefs beschließen den Vertrag von Nizza. Von deutscher Seite dabei: Der damalige Bundeskanzler Schröder (1.v.l.) und Außenminister Fischer (4.v.l.), hier mit Frankreichs Staatspräsident Chirac (2.v.l.) und Premierminister Jospin (3.v.l.). Das Abkommen leitet Reformen ein, um die Europäische Union vor allem auf die bevorstehende Ost- und Süderweiterung vorzubereiten. Denn zu den damals 15 EU-Mitgliedsländern sollten zwölf weitere hinzukommen.
Das Motto der französischen EU-Ratspräsidentschaft 2022 lautet: „Relance, Puissance, Appartenance“ – auf deutsch: „Aufschwung, Stärke, Zugehörigkeit“. Aufschwung und wirtschaftliches Wachstum steht für Europa als treibende Kraft in der digitalen und ökologischen Wende. „Stärke“ für den Schutz und die Stärkung der Werte und Interessen Europas. „Zugehörigkeit“ für die Schaffung und Weiterentwicklung eines gemeinsamen europäischen Bewusstseins, das aus unserer Kultur, den gemeinsamen Werten und unserer gemeinsamen Geschichte hervorgeht.
Von der Fläche her ist Frankreich mit 645.000 Quadratkilometern das größte Land in der EU – vor Spanien, Schweden und Deutschland. Mit einer Bevölkerung von 67,4 Millionen Menschen liegt es hinter Deutschland auf Platz zwei. Frankreichs Staatsgebiet besteht aus 18 Regionen. Davon befinden sich 13 in Europa, 5 sind überseeische Regionen. Die überseeischen Regionen wie Martinique oder La Réunion gelten als Teile der EU. Sie sind jedoch kein Schengen-Gebiet und gehören nicht dem Verbrauchssteuergebiet der EU an, haben aber den Euro als Währung.
War Frankreich 1945 noch ein Agrar- und Kolonialstaat entwickelte es sich rasch zu einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. 2018 waren die wichtigsten Wirtschaftszweige öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Bildung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (22,4 Prozent). Es folgen Groß- und Einzelhandel, Verkehr sowie Beherbergungs- und Gaststättenwesen (17,8 Prozent). 59 Prozent der Ausfuhren Frankreichs gehen in EU-Länder, die meisten davon nach Deutschland (14 Prozent). 69 Prozent der Einfuhren kommen aus Mitgliedstaaten der EU – etwa aus Deutschland (18 Prozent) sowie Belgien (10 Prozent) und den Niederlanden (8 Prozent).
Paris ist Hauptstadt und überragendes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Frankreichs. Mit einer Fläche von 105 Quadratkilometern und 2,1 Millionen Einwohnern ist sie die mit Abstand größte Stadt des Landes. Sie hat sechs internationale Bahnhöfe und ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Frankreichs. Eine wichtige Rolle spielt auch der Tourismus: Paris zählt wegen der Vielzahl seiner Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angebote zu den weltweit meist besuchten Städten.