Medizinische Unterstützung für die Ukraine

Bundesgesundheitsminister besucht Ukraine Medizinische Unterstützung für die Ukraine

Der Krieg trifft auch die Gesundheitsversorgung: Teilweise mehrfach am Tag bombardieren russische Streitkräfte Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Ukraine auf Einladung des ukrainischen Gesundheitsministers Viktor Ljaschko besucht und humanitäre Hilfe zugesagt. 
 

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Lauterbach

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat seinem ukrainischen Amtskollegen Liashko umfassende medizinische Hilfe und Versorgung zugesagt

Foto: IMAGO/photothek

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat in dieser Woche auf Einladung seines Amtskollegen die Ukraine besucht. Laut WHO wurden seit Beginn des Krieges bei rund 290 Angriffen auf die Gesundheitsversorgung der Ukraine Krankenhäuser, Krankentransporte und Gesundheitseinrichtungen beschädigt. Auch medizinisches Personal sowie Patientinnen und Patienten sind von den Angriffen betroffen. Minister Lauterbach hat umfassende Hilfe der Bundesregierung zugesagt.

Humanitäre Hilfe genauso dringend wie militärische Unterstützung

„Kinder treten auf Minen, Wohnblocks werden beschossen, unschuldige Kinder, Zivilistinnen und Zivilisten werden schwer verletzt. Die humanitären Folgen dieses barbarischen Angriffskrieges gegen die Menschen in der Ukraine sind unermesslich“, so der Bundesgesundheitsminister. „Deshalb hilft Deutschland ganz gezielt bei der Gesundheitsversorgung der vielen Menschen, die starke Verbrennungen erlitten haben, die Beine oder Arme verloren haben und wichtige Medikamente benötigen. Die Ukraine braucht humanitäre Hilfe genauso dringend wie unsere militärische Unterstützung.“

Bei seinem Besuch in Lemberg nahm der Bundesgesundheitsminister an einer Geberkonferenz für den Aufbau eines Rehazentrums für Kriegsversehrte teil und besichtigte mehrere Krankenhäuser. Ziel ist es, die Ukraine beim Aufbau von Traumazentren für Verletzte, bei der Versorgung mit Prothesen und beim Einsatz deutscher Ärztinnen und Ärzte zu unterstützen. 

Rund 200 freiwillige Chirurgen und Notfallmediziner

Auch viele Freiwillige bieten ihre Hilfe an: Über die Bundesärztekammer haben sich um die 200 Chirurgen und Notfallmediziner für den Einsatz in der Ukraine gemeldet. Zudem bildet das Unfallkrankenhaus Berlin ukrainische Ärztinnen und Ärzte für die Behandlung von Verbrennungswunden aus und das RKI wird in Zusammenarbeit mit der Charité mehrere zusätzliche Krankenhäuser in der Ukraine an die telemedizinische Beratung für die Behandlung schwerverletzter Patienten anschließen.