Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus - Kulturstaatsministerin Grütters würdigt Opfer

Die Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager und das Ende des Zweiten Weltkrieges jähren sich 2015 zum 70. Mal. Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus betonte Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations-lagers Auschwitz gehören die offene und schonungslose Auseinandersetzung mit den Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten und das breite gesellschaftliche Bewusstsein für die Verantwortung, die daraus erwächst, zu den hart erkämpften, moralischen Errungenschaften unseres Landes. Doch je weniger Holocaust-Überlebende es gibt, die uns ihre Geschichte erzählen können, desto schwieriger wird die Annäherung an das Unfassbare, und desto wichtiger werden die Zeugnisse und die authentischen Gedenkorte aus dieser Zeit, um deren Erhalt sich Bund und Länder in Deutschland gemeinsam kümmern.“

In zahlreichen Begegnungen und mit vielen Initiativen würdigt Staatsministerin Monika Grütters diesen bedeutenden Jahrestag: „Die persönliche Begegnung mit Überlebenden ist immer berührend, sie geht unter die Haut und ans Herz. Władisław Bartoszewski, Uri Chanoch, Margot Friedlander - sie stehen stellvertretend für die Überlebenden der Nazi-Zeit, die in ihrer Zeitzeugenarbeit bis heute helfen, dem Unaussprechlichen ein Gesicht und eine Stimme zu geben.
Władisław Bartoszewski stellt in seinem Buch „Mein Auschwitz“ die individuelle Erfahrung gegen das tausendfache namenlose Leid des KZs. Uri Chanoch kommt seit 20 Jahren immer wieder aus Israel nach Deutschland, um uns seine Erfahrungen anzuvertrauen - damit die Stimmen der Zeitzeugen nie verstummen. Und Margot Friedlander sorgt nach ihrer Rückkehr nach Berlin mit ihrem Preis dafür, dass eine echte Erinnerungskultur an unseren Schulen etabliert wird und sie auch in Zukunft prägt.“

Die Arbeit mit jungen Menschen - jeder Herkunft und Religion - steht im Fokus der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten KZ-Gedenkstätten und weiteren Einrichtungen der historischen Bildung.

Neben den Zeitzeugengesprächen mit Władisław Bartoszewski und Uri Chanoch spricht Kulturstaatsministerin Monika Grütters anlässlich der Verleihung des Margot-Friedlander-Preises der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa in Berlin am heutigen 26. Januar. Der 2014 erstmals ausgelobte Preis soll Schülerinnen und Schüler motivieren, sich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen und diese Form der Erinnerungskultur an ihren Schulen zu etablieren.

Anlässlich des 70. Jahrestages der KZ-Befreiungen veranstalten die acht vom Bund institutionell mitfinanzierten KZ-Gedenkstätten Gedenkfeiern, bei denen die eingeladenen Überlebenden und ihre Angehörigen im Mittelpunkt stehen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters fördert diese Veranstaltungen mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 1,2 Mio. Euro.

Weitere Informationen unter: www.kulturstaatsministerin.de und www.bundesregierung.de/Gedenken.