Die deutsche Wirtschaft war 2013 mit einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent stabil. Das zeigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Für 2014 rechnet die Bundesregierung wieder mit einem stärkeren Wachstum.
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Im Kraftfahrzeughandel gibt es einen klaren Aufwärtstrend
Foto: Sebastian Bolesch
"Auch wenn die jahresdurchschnittliche Wachstumszahl auf den ersten Blick eher verhalten wirkt, ist das Ergebnis positiv zu bewerten", so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. "Nach einem wirtschaftlich schwachen Winterhalbjahr 2012/2013 ging die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr wieder auf Wachstumskurs."
Die deutschen Verbraucher und Unternehmen würden auf einen breit angelegten Aufschwung vertrauen, so Gabriel. Auch hellen sich die weltwirtschaftlichen Perspektiven auf. Für die deutsche Wirtschaft werden außenwirtschaftliche Impulse wieder spürbarer.
Die Beschäftigung erreichte 2013 mit 41,8 Millionen Erwerbstätigen das siebte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Angesichts der sich abzeichnenden konjunkturellen Belebung bleiben die Perspektiven für den Arbeitsmarkt positiv.
Die privaten Konsumausgaben stiegen 2013 preisbereinigt um 0,9 Prozent. Der private Konsum bleibt im aktuellen Aufschwung ein wichtiges Standbein der Konjunktur, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Umsätze im Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) legten im November kräftig um 1,5 Prozent zu, wobei sie sich in der Tendenz noch immer verhalten entwickeln. Im Kraftfahrzeughandel gibt es einen noch deutlicheren Aufwärtstrend.
Die allmählich zunehmenden Impulse aus der Weltwirtschaft stärken die deutschen Warenexporte. So bleiben die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft positiv. Hierauf deuten sowohl die sich verstärkenden Auslandsbestellungen in der deutschen Industrie hin als auch die hohen Exporterwartungen des Verarbeitenden Gewerbes.
2013 büßte der sonst so robuste deutsche Außenhandel im Jahresdurchschnitt aufgrund des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik ein: Deutschland exportierte preisbereinigt zwar insgesamt 0,6 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe aber um 1,3 Prozent. Die Differenz zwischen Exporten und Importen – der Außenbeitrag – bremste dadurch mit einem negativen Beitrag von minus 0,3 Prozentpunkten das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.
Am 12. Februar 2014 legt die Bundesregierung ihren Jahreswirtschaftsbericht 2014 vor. Er wird über die Wirtschafts-, Finanz-, und Arbeitsmarktpolitik im laufenden Jahr informieren und die von der Bundesregierung für 2014 erwartete konjunkturelle Entwicklung darlegen.