Für die Bundeskanzlerin haben Adenauer und de Gaulle 1962 mit der Versöhnungsmesse in Reims „Mut und Weitsicht“ bewiesen. Deutschland und Frankreich müssten heute ihre Stärke zum Wohle eines vereinigten Europa einbringen, sagt Merkel in ihrem Podcast.
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Die Bundeskanzlerin im aktuellen Video-Podcast
Foto: Bundesregierung
Merkel wird morgen gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande an einer Gedenkfeier in der Kathedrale von Reims teilnehmen. Sie fahre sehr gerne dorthin, sagt Merkel. Schon de Gaulle und Adenauer hätten gesagt, die deutsch-französische Freundschaft sei ein unerlässlicher Schritt auf dem Weg zu einem vereinigten Europa, erinnert Merkel.
„Genau daran arbeiten wir – Deutschland und Frankreich – gemeinsam. Und das tun wir auch angesichts der aktuellen Herausforderungen.“ Sie werde morgen in Reims auch noch einmal deutlich machen, dass Deutschland und Frankreich gemeinsam daran gehen, „die Aufgaben unserer heutigen Zeit zu lösen“.
In den kommenden zwölf Monaten gebe es mehrere Gelegenheiten, an die Ereignisse zu erinnern, die die deutsch-französische Freundschaft geprägt hätten, erklärt die Bundeskanzlerin. Zur Feier dieser Jubiläen hätten Deutschland und Frankreich das „deutsch-französische Jahr“ ausgerufen. Höhepunkt sei die 50-Jahr-Feier zum Bestehen des Élysée-Vertrags. Merkel: „Das französische Parlament und die französische Regierung werden uns in Berlin besuchen, und wir werden dann auch einen Blick in die Zukunft wagen. Denn es geht nicht nur darum, das Erreichte zu pflegen und bewusst zu machen, sondern immer auch wieder auf die Herausforderungen der Zukunft eine Antwort zu geben."