Mehr Menschen in Lohn und Brot

Arbeitsmarkt im März Mehr Menschen in Lohn und Brot

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist in sehr guter Verfassung: Das belegt die Zahl von 43 Millionen Erwerbstätigen. Bei den Arbeitsagenturen sind über eine halbe Million offene Stellen gemeldet. Die Arbeitslosenquote ist erneut gesunken und beträgt im März 6,5 Prozent.

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In einer Montagehalle der Firma 'MTU Reman Technologies' in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) wird gearbeitet. An dem zum internationalen Rolls-Royce-Konzern gehörenden traditionsreichen Maschinenbaustandort werden Diesel- und Gasmotoren aufgearbeitet.

Jobs in Deutschland sind sicher, Arbeitskräfte gesucht.

Foto: picture alliance / dpa

"Der Trend am Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin sehr gut", sagt Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. Die Zahl der Beschäftigten bleibe hoch, die Jobs in Deutschland seien in der Gesamtbetrachtung außerordentlich sicher.

"Das Risiko für einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, seine Arbeit zu verlieren, liegt bei unter einem Prozent", so Nahles weiter. Umgekehrt blieben auch die Chancen, aus Arbeitslosigkeit den Sprung in den Arbeitsmarkt zu schaffen, erfreulich hoch.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend gesucht

Im Februar waren 43 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Das waren 543.000 mehr als vor einem Jahr. Zugenommen hat vor allem die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten: Im Januar 2016 waren 31,01 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Lohn und Brot. Gegenüber dem Vorjahr waren dies 731.000 Menschen mehr.

Außerdem werden Arbeitskräfte gesucht. Im März waren 635.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 92.000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, in Verkehr und Logistik sowie im Verkauf.

Alle Bundesländer verzeichnen einen Zuwachs in der Beschäftigung. Auch die einzelnen Branchen haben im Januar mehr Beschäftigte eingestellt: Vor allem im Bereich Pflege und Soziales (+121.000 oder +5,8 Prozent), in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+78.000 oder +6,0 Prozent) sowie im Handel (+76.000 oder +1,8 Prozent) gab es Zuwächse.

Entlassungen und Stellenabbau gab es bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-4.000 oder -0,4 Prozent) und im Bergbau, in der Energie- und Wasserversorgung sowie der Entsorgungswirtschaft (-3.000 oder -0,5 Prozent).

Weniger Menschen arbeitslos

Traditionell belebt sich im Frühjahr der Arbeitsmarkt. Wenn die Witterung wieder freundlicher wird, können Firmen wieder viele Aufträge abarbeiten. Dafür stellen sie neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein oder beenden Kurzarbeit.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist dadurch von Februar auf März um 66.000 gesunken. Insgesamt waren im März 2.845.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr waren 87.000 Menschen weniger ohne Job.

Mehr Flüchtlinge arbeitslos gemeldet

Die hohe Zahl der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge und Asylbewerber wirkt sich auf dem Arbeitsmarkt bislang lediglich moderat aus. Allerdings ist im März die Zahl der arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge aus den wichtigsten nicht-europäischen Asylzugangsländern im Vorjahresvergleich um 54.000 gestiegen.

Nahles bilanziert: "Unser Ziel muss bleiben, die Zahl der Beschäftigten auf dem hohen Niveau zu halten. Deutschland braucht weiterhin Fachkräfte. Und auch, wenn nicht jeder Flüchtling, der in den vergangenen Monaten bei uns Schutz gesucht hat, eine Fachkraft ist oder von heute auf morgen werden kann, so kann der Arbeitsmarkt die Zugänge durch diese gute Entwicklung auffangen und derzeit sogar überkompensieren: Insgesamt sinkt die Zahl der Arbeitslosen weiter."