Engagement für Flüchtlinge unterstützen

Start von Unternehmer-Netzwerk Engagement für Flüchtlinge unterstützen

Bundeswirtschaftsminister Gabriel und der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Schweitzer, haben das bundesweite Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" gestartet. Ziel ist, Unternehmen bei Praktika, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen zu unterstützen.

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"Unternehmen haben jetzt eine Plattform, auf der sie voneinander lernen können und zu alltäglichen Fragen Unterstützung erhalten", erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Vorstellung des Netzwerks "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" in Berlin. Das Netzwerk ist eine Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Gefördert wird es durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Eric Schweitzer, betonte, dass im Netzwerk Best-Practice-Beispiele gesammelt und öffentlich dargestellt würden. "Das sind dann praktisch nutzbare Informationen für Unternehmen, die sich daran orientieren können."

Mittelstand ist Rückgrat der Integration

Neben den große DAX-Unternehmen, der Deutschen Bahn oder der Firma Trumpf sind viele mittlere und kleinere Betriebe Teil dieses Netzwerks, das sich für Flüchtlinge engagiert. "Es sind die Mittelständler, die kleinen und mittleren Unternehmen, die das Rückgrat dieses Landes bilden. Und das gilt auch bei dem Thema Integration von Flüchtlingen", sagte Gabriel.

Theo Baumstark von der Baumstark Theo GmbH & Co. zum Beispiel unterstützt derzeit einen Flüchtling in seinem Betrieb mit der Absicht ihn später anzustellen. Theo Baumgart ist nur einer von 30.000 Unternehmern, die in der örtlichen Handelskammer organisiert sind. Er sagt, wenn diese Walze erst mal in Gang komme, könne es möglich sein, sehr viele Flüchtlinge zu integrieren.

Ein Netzwerk der guten Erfahrungen

Viele Unternehmen in Deutschland zeigten große Bereitschaft, Flüchtlinge zu integrieren, lobte der Bundeswirtschaftsminister. Die unterschiedlichsten Unternehmen böten Praktika, Einstiegsqualifikation bis hin zu Ausbildungen an und machten dabei gute Erfahrungen.

"Die Integration von Flüchtlingen ist eine Herausforderung, für die es weder Blaupausen noch Patentrezepte gibt", so Gabriel. Eine reguläre Beschäftigung sei aber eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Der deutschen Wirtschaft komme dabei eine Schlüsselrolle zu.

Das Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" ist eine Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium. Bereits 337 Unternehmen haben sich darin zusammengeschlossen. Es bietet seinen Mitgliedern Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement, Praxis-Tipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung, gute Beispiele, Erfahrungsaustausch und Kooperation.