"500 LandInitiativen" fördert Ehrenamtliche

Integration auf dem Land "500 LandInitiativen" fördert Ehrenamtliche

Nicht nur in großen Städten - auch auf dem Land engagieren sich viele Menschen für Flüchtlinge. Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt dieses bürgerschaftliche Engagement. Ab sofort können Ehrenamtliche über das Programm "500 LandInitiativen" Fördergelder beantragen.

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Embra Aliu begrüßt Reimund Weiler am Eingang des Integrationsgartens.

Das Programm "500 Landinitiativen" unterstützt Ehrenamtliche bei der Integration von Flüchtlingen auf dem Land.

Foto: Joanna Nottebrock

Viele Ehrenamtliche setzen sich Tag für Tag dafür ein, Geflüchteten die Integration zu ermöglichen, damit sie am Dorfleben teilhaben und ein neues Zuhause finden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) fördert diese Hilfe mit dem Programm "500 LandInitiativen" . Fünf Millionen Euro stehen dafür bereit. Es richtet sich an Initiativen auf dem Land, die sich für die Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive einsetzen.

Das Programm "500 LandInitiativen" ermöglicht, wichtige Anschaffungen oder notwendige Ausgaben in überschaubarem Umfang zu tätigen. Das entlastet Ehrenamtliche finanziell. So können Initiativen erfolgreich und nachhaltig arbeiten. Zwischen 1.000 und 10.000 Euro sind als Förderung für konkrete Projekte oder Anschaffungen möglich. Das Programm ist Teil des Bundesprogramms "Ländliche Entwicklung".

Vielfältige Fördermöglichkeiten

So vielfältig wie die Hilfe der Ehrenamtlichen, so unterschiedlich sind auch die Fördermöglichkeiten. Engagieren sich Einwohner etwa gemeinsam mit Flüchtlingen in der freiwilligen Feuerwehr, sind sie beim Ausbau oder Erhalt von Gemeindeeigentum wie zum Beispiel Spielplätzen beteiligt, so können sie Unterstützung beantragen.

Aber auch zur praktischen Lebenshilfe können Förderanträge gestellt werden – wie etwa der Begleitung von Flüchtlingen zu Ärzten oder Behörden. Das gilt ebenso für Ausrüstung und Materialien, die bei der Planung gemeinsamer Veranstaltungen und interkultureller Aktivitäten nötig sind.

Ab 25. Januar 2017 können Förderanträge online auf der Webseite des BMEL erstellt werden. Hier finden Sie auch weitere Informationen zu dem Programm.

Schmidt fordert "konzertierte Aktion für ländlichen Raum"

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat das Programm auf der Herbstkonferenz "Ländliche Räume" vorgestellt, die vergangenen November in Berlin stattfand. "Zusammenhalt und Engagement sind für mich das Herzstück und die besondere Stärke des ländlichen Raums. Das zeigt sich vor allem in der hohen Integrationskraft auf dem Land", sagte der Minister.

Er forderte zugleich "eine konzertierte Aktion für den ländlichen Raum, in der jede Ebene verbindlich ihren Teil dazu beiträgt, damit am Ende das Ergebnis stimmt." Das Ziel sei, gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu schaffen.