Als drittgrößte Industrienation der Welt hat Deutschland bisher eine gute Position im internationalen Wettbewerb behauptet. Damit dies im Zeitalter der Globalisierung so bleibt, braucht die Wirtschaft ständig neue Innovationen. Nur durch Exzellenz in Bildung und Forschung kann ein rohstoffarmes Land wie Deutschland gegen die internationale Konkurrenz bestehen.
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Deutsche Universitäten zu "Leuchttürmen" der Forschung machen
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Deshalb werden die Investitionen in Forschung und Entwicklung deutlich verstärkt.
Das tun auch die Konkurrenten auf den internationalen Märkten, die so die Leistungsfähigkeit ihrer Volkswirtschaften gezielt verbessern. Autos aus Korea, Informationstechnologie aus Indien sind Beispiele. Japan investiert schon lange mehr als drei Prozent für Forschung und Entwicklung. In Europa wenden die skandinavischen Länder dafür deutlich mehr auf als Deutschland.
Deshalb wollen die EU-Staaten bis 2010 den Anteil für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von derzeit 2,5 auf 3 Prozent erhöhen. Dies ist eine große Herausforderung für Politik und Wirtschaft. Doch es lohnt sich: Investitionen in Forschung und Entwicklung sichern langfristig Arbeitsplätze und Wohlstandsniveau in Deutschland.
Sechs Milliarden für die Zukunft
Die Bundesregierung stellt bis 2009 zusätzliche sechs Milliarden Euro für besonders zukunftsträchtige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Verfügung. Bereits 2006 fließen die ersten 700 Millionen Euro davon in Spitzenforschung, Begabtenförderung und die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Über acht Milliarden Euro gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Jahr 2006 aus. Dies ist der größte Etat des Ministeriums seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Er liegt um 5,8 Prozent über dem des Vorjahres. Die Bundesregierung leistet damit ihren Beitrag für die Erreichung des drei-Prozent-Ziels. Nun sind Wirtschaft, Länder und Kommunen am Zuge.
Talentschmiede Deutschland
Mit der Exzellenzinitiative und dem Pakt für Innovation und Forschung werden Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen wieder eine Spitzenstellung im internationalen Wettbewerb erreichen. Deutschland wird für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt attraktiv. Bund und Länder haben sich grundsätzlich auf einen Hochschulpakt geeinigt. Damit wollen sie den bis zum Jahr 2020 zu erwartenden starken Anstieg der Studierendenzahlen bewältigen.
>> Exzellenzinitiative und Forschungspakt
Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm verstärkt auf europäischer Ebene die Ausrichtung auf Exzellenz und internationale Zusammenarbeit. Der Etat wurde drastisch erhöht. Leitthema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr ist die „Grundlagenforschung zur Stärkung von Innovation und mehr Wachstum und Beschäftigung“.
>>Das EU-Forschungsrahmenprogramm
Innovation und Hightech
Innovationspolitisches Handeln ist das Ziel der Hightech-Strategie, durch die Wissenschaft und Wirtschaft besser vernetzt werden soll. Sie umfasst unter anderem auch Forschungsförderung und Rahmenbedingungen wie Regulierung, Normung und Schutz geistigen Eigentums.
Die Bundeskanzlerin hat einen Rat für Innovation und Wachstum ins Leben gerufen. Wichtige Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft - darunter der innovative Mittelstand - beraten sie. Neben neuen Anreizsystemen für mehr Engagement der Wirtschaft in Forschung und Innovation wird auch eine Kultur der Innovation geschaffen. Diese umfasst alle gesellschaftlichen Bereiche.
Für einen kontinuierlichen Dialog über die Umsetzung der Innovationsstrategien hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung eine Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft initiiert.
>> Rat für Innovation und Wachstum
Innovationen schaffen Arbeitsplätze
Nur durch Innovationen werden qualifizierte Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen. Der Industriestandort Deutschland wird gestärkt und die soziale Teilhabe sowie das persönliche Fortkommen der Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft sichergestellt.
Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind mit 750.000 Beschäftigten und über 130 Milliarden Euro Umsatz zum größten Wirtschaftszweig in Deutschland geworden. Die Bundesregierung wird diese Entwicklung durch eine Modernisierung der rechtlichen und technologischen Rahmenbedingungen verbessern und Forschung und marktnahe Entwicklungen weiter fördern. Dazu legt sie bis zum Sommer 2006 ein Aktionsprogramm "Informationsgesellschaft Deutschland 2010" vor. Im Herbst 2006 wird sich ein nationaler IT-Gipfel mit dem Thema befassen.