Eckpunkte zur qualitativen Verbesserung der Integrationskurse

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Im Jahr 2005 haben rund 215.000 Ausländer und Spätaussiedler eine Teilnahmeberechtigung für einen Integrationskurs erhalten. 115.000 haben einen Kurs begonnen oder bereits abgeschlossen.

Besonderes Interesse bei Migrantinnen

Besonders groß ist die Nachfrage nach den Kursen bei bereits länger in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländern: mit knapp 60 Prozent der Kursteilnehmer stellten sie die größte Teilnehmergruppe. Die meisten nahmen freiwillig an den Kursen teil. Auf starkes Interesse stieß das Angebot bei den Migrantinnen. Sie stellten 2005 fast Zweidrittel der Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer.

Erfolgsquoten sind zu niedrig

Auch wenn die Evaluation des Kursangebots erst 2007 abgeschlossen sein wird, zeigen die Erfahrungen des ersten Jahres, dass bereits jetzt Handlungsbedarf hinsichtlich eines qualitativ besseren und bedarfsgerechteren Angebots besteht. Dies belegen nicht zuletzt die Zahlen zu den erfolgreichen Kursabschlüssen: Nur rund 40 Prozent der Kursabsolventen haben 2005 die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden und damit das Sprachniveau erreicht, das die Kurse gewährleisten sollen (B 1-Niveau des gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens).

Angebot effektivieren

Entscheidend wird es sein, dass Angebot so auszugestalten, dass Neuzuwandernde möglichst schnell einen Kurs besuchen können und möglichst vielen Kursteilnehmern der erfolgreiche Kursabschluss ermöglicht wird. Zudem müssen auch weiterhin ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um die freiwillige Nachfrage von bereits länger in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländern befriedigen zu können.

Deshalb hat Maria Böhmer folgende Vorschläge entwickelt:

Eckpunkte zur qualitativen Verbesserung der Integrationskurse (PDF) PDF, 129 KB, nicht barrierefrei