SPK-Reformkommission will Eigenverantwortung stärken – Kulturstaatsministerin Grütters: "Einrichtungen brauchen echten Mehrwert"

Die Reformkommission der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat sich in ihrer gestrigen Sitzung eingehend mit der Situation bei der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB), dem Ibero-Amerikanischen Institut (IAI) und dem Geheimen Staatsarchiv (GStA) befasst. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Frage, wie die Eigenverantwortung der Einrichtungen künftig gestärkt und effizienter gestaltet werden kann, ob gänzlich autonom oder innerhalb eines grundlegend reformierten SPK-Verbundes. Die Mitglieder der Reformkommission bekräftigten das Ziel, die Einrichtungen auf dem Weg dahin zu unterstützen. An der Sitzung nahmen die Generaldirektorin der SBB, Barbara Schneider-Kempf, die Direktorin des IAI, Barbara Göbel, sowie die Direktorin des GStA, Ulrike Höroldt, teil.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Die Marschroute für die Stiftungsreform liegt klar auf der Hand: Alle Einrichtungen brauchen deutlich mehr Autonomie, insbesondere in Personal- und Budgetfragen. Der Verbleib in einem grundlegend neu aufgestellten Verbund der SPK ist dabei für viele von ihnen durchaus eine Option. Voraussetzung wäre aber, dass dieser Verbund seinen Einrichtungen auch einen echten Mehrwert bietet, ohne ihren neuen Gestaltungsspielraum zu beeinträchtigen. Das ist der Weg, den alle Mitglieder der Reformkommission mittragen. Jetzt gilt es, konkrete Modelle dafür zu entwickeln.“

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Ich bin sicher, dass das Prinzip der Vernetzung für eine neue SPK das richtige ist. Gerade auch im 21. Jahrhundert. Die Reform soll zu einem Mehrwert für die Besucherinnen und Besucher in unseren Einrichtungen führen. Dazu braucht es im Gesamtverbund mehr Ideen und Inspiration. So könnte der Wissensspeicher SPK in meinen Augen einer guten Zukunft entgegengehen: mit starken, selbstständig agierenden Einrichtungen und als Verbund, der allen nützt."