Onlineportal "Copernico" gestartet / Kulturstaatsministerin Grütters: "Deutsches Kulturerbe im östlichen Europa sichtbar machen"

Das von Bund und Ländern geförderte Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung hat heute das Onlineportal „Copernico“ freigeschaltet. Unter www.copernico.eu/de/start werden erstmals die vielfältigen Förderprogramme zur Erhaltung, Erforschung und Vermittlung der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa nach § 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) gemeinsam präsentiert. Spezielle Themenschwerpunkte sind mit Hintergrundartikeln, biographischen Beiträgen, kommentierten Quellen, Interviews und multimedialen Inhalten wie Webdokus, Videos oder Podcasts aufbereitet. Künftig sollen weitere Einrichtungen der Osteuropaforschung aus dem In- und Ausland integriert werden. Die Bundesregierung hat den Aufbau des Portals mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem Etat für Kultur und Medien unterstützt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Kultur und Geschichte in Mittel- und Osteuropa waren über Jahrhunderte durch das Zusammenleben verschiedener Völker und Nationen geprägt. Es gilt, die Erinnerung daran heute und zukünftig für den kulturellen Austausch und für die gegenseitige Verständigung der Menschen in Europa zu nutzen. Das neue Internetportal ‚Copernico‘ bietet dafür einen zeitgemäßen Zugang. Es verhilft dem facettenreichen deutschen Kulturerbe im östlichen Europa zu größerer Sichtbarkeit und sorgt dafür, Forschungseinrichtungen und Museen stärker miteinander zu vernetzen.“

Die Bundesregierung fördert auf Grundlage des § 96  BVFG zahlreiche Institutionen und Projekte, die das deutsche Kulturerbe der ehemals von Deutschen besiedelten Regionen in Mittel- und Osteuropa - wie zum Beispiel Böhmen und Mähren, Ostpreußen, Schlesien oder Siebenbürgen - erhalten und erforschen.

Weitere Informationen zu erinnerungspolitischen Maßnahmen nach § 96 BVFG sind abrufbar unter www.kulturstaatsministerin.de oder auf der Homepage des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) unter www.bkge.de.