Deutscher Kurzfilmpreis 2018 – Grütters verdoppelt Förderung für Kurzfilme auf eine halbe Million Euro

  • Pressemitteilung 422
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat heute Abend den Deutschen Kurzfilmpreis 2018 für herausragende Leistungen bei der Produktion von Kurzfilmen verliehen. In ihrer Rede zur Preisverleihung erklärte sie: „Die Innovationskraft einer besonders experimentierfreudigen Filmgattung gilt längst nicht mehr nur als ‚Gesellenstück‘ begabter Filmstudierender, sondern hat sich als eigenständige Darstellungsform mit hohem künstlerischem Anspruch und einer ganz eigenen, ausdrucksstarken Bildersprache etabliert. Nicht umsonst gilt der Kurzfilm als eigenständige Kunstform für etablierte Könner. Kompositionelle Raffinesse, anspruchsvolle Dramaturgie und eine knappe, präzise Erzählweise erfordern immer wieder cineastische Pionierarbeit. Davon profitiert die Filmkunst insgesamt. Der Erfolg deutscher Produktionen ist eine großartige Bestätigung des hohen Niveaus unserer Filmhochschulen.“

In diesem Jahr jährt sich die Produktionsförderung für Kurzfilme durch die Bundesregierung zum 50. Mal. „Es ist für mich ein Herzensanliegen, dass wir auch in Zukunft hochwertige deutsche Kurzfilme sehen werden, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Daher werde ich 2019 die Produktionsförderung für Kurzfilme auf bis zu 500.000 Euro verdoppeln. Zugleich verdoppeln wir die Förderhöchstbeträge für die jeweilige Produktion auf bis zu 30.000 Euro. Auch in Zukunft gilt: Der Kurzfilm lebt!“

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist der bedeutendste und höchstdotierte Preis für die kurze filmische Form in Deutschland. Am heutigen Abend wurden Prämien in Höhe von insgesamt 275.000 Euro in fünf Kategorien vergeben:

Die Auszeichnung für den besten Spielfilm von mehr als 10 bis 30 Minuten Laufzeit ging an Sophia Bösch für den Film „Rå“.

Die goldene Lola in der Kategorie Spielfilm bis 10 Minuten Laufzeit gewann Daniel Popat für den Film „Hostel“.

In der Kategorie Dokumentarfilm bis 30 Minuten Laufzeit wurden Ann Sophie Lindström und Uwe H. Martin für „The Bitter with the Sweet“ ausgezeichnet.

Für den besten Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit erhielt Florian Maubach den Deutschen Kurzfilmpreis für seinen Film „Räuber & Gendarm“.

In der Kategorie Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit gewann Brenda Lien mit ihrem Film „Call of Comfort“ die goldene Lola.

Den Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises erhielt Julian Anselmino für seinen Film „IMPREZA - DAS FEST“.

Von den 288 wettbewerbsfähigen Vorschlägen waren 12 Filme nominiert.

In der Kategorie Spielfilm von mehr als 10 bis 30 Minuten Laufzeit waren neben dem ausgezeichneten Film nominiert: „Das satanische Dickicht - DREI“ von Willy Hans, „Minden Rendben“ (Eng.: Everything Alright) von Borbála Nagy sowie „Nach dem Fest” von Hannes Schilling. In der Spielfilmkategorie bis 10 Minuten Laufzeit ging die zweite Nominierung an Jonathan Behr für seinen Film „Follower“.

Weitere Nominierungen neben den Preisträgerfilmen erhielten „Joe Boots“ von Florian Baron (Dokumentarfilm bis 30 Minuten Laufzeit), „Katzentage / Neko no Hi / Cat Days“ von Jon Frickey (Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit) sowie „Making Off (Germania Dreamland)“ von Istvan Gyöngyösi (Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit).

Die feierliche Galaveranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der in diesem Jahr gastgebenden Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ausgerichtet.

Die Gewinner/-innen der Kurzfilmpreise erhalten je eine Prämie von 30.000 Euro. Eine Nominierung ist mit 15.000 Euro Prämie verbunden, die auf die Auszeichnungsprämie angerechnet wird. Die Prämie für den Sonderpreis beträgt 20.000 Euro.

Die Prämien sind zweckgebunden zu verwenden für die Herstellung oder Projektvorbereitung eines neuen Films mit künstlerischer Qualität.

Zudem qualifizieren sich die Gewinnerfilme in den Kategorien Spielfilm bis 10 Minuten Laufzeit, Spielfilm von mehr als 10 bis 30 Minuten Laufzeit, Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit und Dokumentarfilm bis 30 Minuten Laufzeit automatisch für das Auswahlverfahren zu den Oscars in den jeweiligen Kurzfilm-Kategorien.

Auf der „KURZ.FILM.TOUR - Der Deutsche Kurzfilmpreis. Im Kino.“ werden alle nominierten und ausgezeichneten Filme im kommenden Jahr deutschlandweit in kommunalen Kinos präsentiert
(www.kurzfilmtournee.de).

Informationen zum Deutschen Kurzfilmpreis 2018 finden Sie unter www.deutscher-kurzfilmpreis.de.


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