Staatsministerin Roth lädt zu Kultur im Kanzleramt ein / "Künstlerinnen und Künstler unterstützen, die unsere Solidarität und Hilfe besonders brauchen"

Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat gestern zu einer Veranstaltung „Kultur im Kanzleramt“ Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die sich in Musikaufführungen und Lesungen mit den Themen Flucht und Exil, Heimat und Weltoffenheit auseinandergesetzt haben. Musikalisch begleitet wurde der Abend von den Pianisten Igor Levit und Mert Yalniz sowie der Cellistin Julia Hagen. Nach der Begrüßung durch Bundeskanzler Olaf Scholz und in Anwesenheit des Chefs des Bundeskanzleramtes Wolfgang Schmidt machte Sopranistin Theresa Pilsl den musikalischen Auftakt mit dem Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“. Es folgten verschiedensprachige Lesungen von Stipendiatinnen und Stipendiaten des Writers-in-Exile-Programms des PEN-Zentrums Deutschland, darunter der syrischen Dichterin Kholoud Charaf, des türkischen Schriftstellers Barbaros Altuğ sowie der belarussischen Lyrikerin Volha Hapeyeva. Schauspielerin Maren Eggert trug die Texte in deutscher Sprache vor. Durch das Veranstaltungsprogramm führte Moderatorin Annabelle Mandeng.

Ein Video von der Veranstaltung im Bundeskanzleramt steht heute ab 18 Uhr unter www.kulturstaatsministerin.de bereit.

Staatsministerin Claudia Roth: “Mit diesem Abend haben wir die Türen des Kanzleramtes weit geöffnet für die Freiheit des Wortes und der Kunst. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler stehen mit Ihren Biographien für die universelle Erfahrung von Flucht und Bedrohung − und sie sind bei uns angekommen. Sie sollen hier Heimat finden - Heimat, wo du dazu gehörst und gebraucht wirst. Weihnachten heißt für mich persönlich darum auch, dass wir an die denken, dass wir die unterstützen, die unsere Solidarität und Hilfe besonders brauchen. Der Einsatz für verfolgte Kunstschaffende und für Journalistinnen und Journalisten wird als Kulturstaatsministerin einer der Schwerpunkte meiner Arbeit sein. Zudem setzen wir mit dieser Aufführung ein Zeichen für die vielen Kreativen, denen die Einschränkungen der Pandemie weiterhin extrem zusetzen. Auch sie können sich auf unsere Unterstützung verlassen.“

Seit 1999 finanziert die Bundesregierung das Projekt „Writers in Exile" des PEN-Zentrums Deutschland. Es bietet verfolgten Autorinnen und Autoren aus dem Ausland zeitweise eine sichere Bleibe und Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland.