Kulturstaatsministerin Claudia Roth zum Antrittsbesuch in Hamburg: "Ein Leuchtturm des gelebten Kulturföderalismus"

Mit einem zweitägigen Besuch setzt Kulturstaatsministerin Claudia Roth heute in Hamburg ihre Antrittsreisen in den Ländern fort. Zusammen mit Kultursenator Carsten Brosda tauscht sie sich heute mit Vertreterinnen und Vertretern der Hamburger Veranstaltungsbranche über aktuelle Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und die entsprechenden Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung aus. In diesem Zusammenhang findet auch ein Gespräch mit Alexander Schulz, dem Geschäftsführer des vom Bund geförderten Hamburger Reeperbahnfestivals statt. Als einer der wichtigsten Branchentreffs für die deutsche und internationale Musikwirtschaft und eine der führenden europäischen Plattformen für internationale Talente und Popkultur, hat es sich mit seinen Formaten auch zum Ziel gesetzt, insbesondere die Diversität in der Musikbranche weiter zu entwickeln.

Der Donnerstag startet für Staatsministerin Roth und Kultursenator Brosda mit einem gemeinsamen Rundgang über das restaurierte Museumsschiff „PEKING“. Der historische Frachtsegler wird das prominenteste Vorzeigeobjekt des künftigen Deutschen Hafenmuseums sein. Die Restaurierung der „PEKING“ und das Bauvorhaben Deutsches Hafenmuseum finanziert vollständig der Bund mit 185,5 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eines der bedeutsamsten bundesgeförderten Bauprojekte im Kulturbereich.

Am Mittag folgt ein Besuch des weltweit renommierten Produktionshauses Kampnagel. Dort wird die künstlerische Leiterin, Amelie Deuflhard, über die anstehenden Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten der ehemaligen Maschinenfabrikhallen auf Kampnagel berichten. Die Gesamtkosten in Höhe von 120 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfte vom Bund und von der Hansestadt Hamburg finanziert. Weitere Themen des Gesprächs sind aktuelle Entwicklungen der Freien Szene und die Kulturarbeit des Bündnisses internationaler Produktionshäuser (BIP), dem Kampnagel als eine der größten freien Spiel- und Produktionsstätten für die Darstellenden Künste Deutschlands angehört.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Hamburg ist ein Leuchtturm des gelebten Kulturföderalismus in Deutschland. Ihre kreative Vielfalt verdankt die Hansestadt auch der Kulturfabrik Kampnagel, die als Motor der Freien Kulturszene weit über Deutschland hinausstrahlt. Damit das Haus seine internationale Schubkraft künftig weiter ausbauen kann, unterstützt die Bundesregierung Kampnagel und das Bündnis der Produktionshäuser mit erheblichen Mitteln.“

Zum Abschluss ihrer Hamburg-Reise wird Kulturstaatsministerin Roth das „Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt“ (MARKK) besuchen. Nach einem Rundgang durch zwei Ausstellungen zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes, wird sie sich im Gespräch mit MARKK-Direktorin Barbara Plankensteiner über den Stand der Restitutionsdebatte in Hamburg informieren.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Deutschlands Umgang mit den Benin-Bronzen zeigt unsere Entschlossenheit, unsere koloniale Vergangenheit konsequent aufzuarbeiten. Als Mitglied der Benin Dialogue Group ist das Museum am Rothenbaum einer unserer wichtigsten Partner, um die bevorstehenden Rückgaben als Ausgangspunkt für vertiefte Kooperationen und einen stärkeren Kulturaustausch mit Nigeria zu gestalten.“