20 Jahre Kulturstiftung des Bundes – Staatsministerin Claudia Roth: "Innovationsschmiede des kooperativen Kulturföderalismus"

Mit einem Empfang in Anwesenheit von Kulturstaatsministerin Claudia Roth und rund 700 geladenen Gästen aus Kultur, Politik und Gesellschaft feiert die Kulturstiftung des Bundes (KSB) heute ihr 20-jähriges Jubiläum. Die KSB ist eine der größten aus öffentlicher Hand geförderten Kulturstiftungen Europas. Sie wird vollständig aus dem Bundeskulturhaushalt finanziert.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Die Kulturstiftung des Bundes hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einer unverzichtbaren Innovationsschmiede des kooperativen Kulturföderalismus entwickelt. Mit ihrer Programmarbeit spürt sie den drängenden Themen unserer Zeit nach, eröffnet Gestaltungsräume und entwickelt spartenübergreifend tragfähige Förderansätze für Kunst- und Kulturprojekte. Damit hat sie sich großes Vertrauen in der Kulturszene, in der Politik in Kommunen, Land und Bund sowie in der Zivilgesellschaft erarbeitet. Einen maßgeblichen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte haben Hortensia Völckers und ihr Team. Gemeinsam haben sie mit kluger Weitsicht das Selbstverständnis der KSB als künstlerisch autonome Kultureinrichtung mit Pioniercharakter geprägt.“

Die KSB mit Sitz in Halle an der Saale wurde im März 2002 auf Initiative des damaligen Kulturstaatsministers Julian Nida-Rümelin gegründet. Ausgestattet mit einem Jahresetat von rund 35 Millionen Euro hat sie seit 2002 rund 4.000 Projekte der Gegenwartskultur gefördert. Dazu zählt unter anderem das bundesweite Pilotprojekt „Klimabilanzen in Kulturinstitutionen“. Darin werden 19 Kultureinrichtungen verschiedener Sparten bei der Ermittlung ihres eigenen CO2-Fußabdrucks unterstützt, um grundlegende Ansätze für mehr Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb zu entwickeln. Ein weiteres Programm ist „TURN – Fonds für künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern“. Es widmet sich in verschiedenen Projekten der Aufarbeitung des Kolonialismus und seiner Folgen im 21. Jahrhundert.