Gesucht: Ideen gegen Lebensmittelabfälle

Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" Gesucht: Ideen gegen Lebensmittelabfälle

"Jedes Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, ist eines zu viel" - mit diesen Worten hat Bundesernährungsministerin Klöckner den diesjährigen Bundeswettbewerb gegen Lebensmittelverschwendung gestartet. Ideen von allen Akteuren entlang der Lebensmittelversorgungskette sind gefragt. Fragen und Antworten zum Wettbewerb.

Drei Trophäen des Wettbewerbs "Zu gut für die Tonne" in Form von Karotten.

Die Bewerbungsfrist für den Bundespreis "Zu gut für die Tonne" läuft noch bis zum 13. November 2020.

Foto: Janine Schmitz/photothek.net/BMEL

Die neue Wettbewerbsrunde für den Bundespreis "Zu gut für die Tonne" ist gestartet. Worum geht es bei dem Preis?

Mit dem Bundespreis zeichnet die Bundesregierung innovative Projekte aus, die dazu beitragen, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Gefragt sind also Kreativität und Engagement.

Der Preis geht an Projekte aus allen Bereichen entlang der Lebensmittelversorgungskette: von Produktion und Handel bis hin zur Verarbeitung der Lebensmittel in Gastronomie und Privathaushalten.

Er wird für jeweils ein Projekt in fünf Kategorien vergeben: Landwirtschaft und Produktion, Handel, Gastronomie, Gesellschaft und Bildung sowie Digitalisierung. Für Konzepte und Projekte in der Start- oder Entwicklungsphase gibt es Förderpreise. Auf der Webseite finden Sie einen Überblick über die Gewinner und Nominierten der letzten Jahre.

Wer genau kann sich bewerben?

Jede und jeder kann sich bewerben: etwa Unternehmen, Start-Ups, landwirtschaftliche und gastronomische Betriebe, Verbände, Bildungseinrichtungen, Vereine, NGOs, Kommunen, Forschungseinrichtungen, ebenso Verbraucherinnen und Verbraucher.

Bis wann kann man sich bewerben und wann werden die Gewinner verkündet?

Die Bewerbungsphase für den nun bereits sechsten "Zu gut für die Tonne!"-Bundespreis endet am 13. November 2020. Im Februar 2021 wird eine Jury tagen und die Nominierten bekanntgeben. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im Rahmen einer Preisverleihung im Mai 2021 in Berlin geehrt.

Wie können sich Interessierte bewerben?

Auf der Webseite des Bundesernährungsministeriums kann man sich registrieren lassen. Es ist auch möglich, ein pdf-Formular per E-Mail an kontakt@zugutfuerdietonne.de zu senden. Anhand einer Checkliste können Interessierte die Chancen ihres Projektes vorab einschätzen. Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es außerdem auf der Kampagnen-Webseite.

Was erhalten die Gewinner?

Neben der großen Aufmerksamkeit, die die Nominierten- und Gewinnerprojekte über die "Zu gut für die Tonne!"-Webseite und die Medien erhalten, gibt es Förderpreise im Gesamtwert von 15.000 Euro für Konzepte und Projekte in der Start- oder Entwicklungsphase. Mit der Auszeichnung werden alle prämierten Projekte Teil des "Zu gut für die Tonne!"-Netzwerkes.

Darüber hinaus stehen den Gewinnerinnen und Gewinnern in diesem Jahr erstmals ein Jahr lang Paten beratend zur Seite. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite.

Warum ist es so wichtig, Verbraucherinnen und Verbraucher dafür zu sensibilisieren, weniger Lebensmittel wegzuwerfen?

Insgesamt zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weggeworfen. Allein in den Privathaushalten landen jährlich rund sechs Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das heißt, jede und jeder von uns wirft jährlich ungefähr 75 Kilogramm Lebensmittel weg.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium will einen nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln fördern. Verbraucher sollen noch besser über die Herstellung, die Lagerung, die Verwertung von Nahrungsmitteln sowie die Folgen der Lebensmittelverschwendung informiert werden.

Detaillierte Informationen dazu, wo Lebensmittelabfälle in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette entstehen, gibt es im Studienbericht.

Was tut die Bundesregierung, damit weniger Lebensmittel im Müll landen?

Bis 2030 soll in Deutschland - und in der EU - die Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene um 50 Prozent sinken. Auch die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Lebensmittelabfälle (einschließlich Nachernteverlusten) sollen verringert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Bundesregierung die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beschlossen. Die bereits 2012 gegründete Initiative "Zu gut für die Tonne!" ist ein Bestandteil dieser Strategie.

Weitere Informationen dazu gibt es auf der Webseite des BMEL.