6 Umwelttipps für den Büroalltag

Nachhaltigkeit 6 Umwelttipps für den Büroalltag

Von wegen papierlos! Trotz Computer und Co. verbrauchen wir noch immer schätzungsweise 800.000 Tonnen Papier pro Jahr in deutschen Büros. Dass es auch anders geht, zeigen die Preisträger des Wettbewerbs "Büro & Umwelt" 2019, dessen Schirmherrin Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist. Hier die besten Umwelttipps fürs Büro.

Das Foto zeigt das Symbol "Der Blaue Engel" auf einem Schreibblock.

Der "Blaue Engel" steht für langlebige, energieeffiziente und gesundheitsschonende Produkte. 

Foto: picture alliance/dpa/Stefanie Paul

1. Weniger ist mehr!

Nicht jede E-Mail muss ausgedruckt werden. Wer auf den ein oder anderen Ausdruck verzichtet, spart nicht nur Papier und Toner, sondern hilft auch der Umwelt. Und wenn doch mal gedruckt werden muss? Am besten die Standardeinstellung vom Drucker auf beidseitig und schwarz/weiß einstellen.

2. Recyclingpapier statt Frischfaserpapier

Recyclingpapier spart in der Herstellung im Vergleich zu Frischfaserpapier mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und 15 bis 50 Prozent CO2-Emissionen. Die umweltfreundliche Alternative ist längst nicht mehr nur öko-grau. Auch preislich ist der Unterschied nicht allzu groß. Übrigens: Auch für Versandmaterial, Kataloge und Werbemittel gibt es FSC®-zertifiziertes Papier.

3. Energieeffiziente Geräte 

PCs, Laptops, Tablets und Smartphones können echte "Energiefresser" sein. Besonders die Herstellung der Geräte belastet die Umwelt: Der dabei anfallende Energie- und Ressourcenverbrauch ist enorm. Umso wichtiger ist es, langlebige Produkte zu kaufen. Darüber hinaus entlasten energieeffiziente Geräte die Umwelt.

4. Herunterfahren statt Standby

Der Stromverbrauch von Computern und Co. durch Standby kostet unnötige Energie und Geld. Wenn möglich, über Nacht oder bei Abwesenheit das Gerät ausschalten!

5. Umweltfreundliche Produkte bestellen

Bei der Materialbestellung für den Bürobedarf darauf achten: Welche Produkte werden am häufigsten bestellt? Welche umweltfreundlichen Alternativen gibt es? Dabei helfen Umweltsiegel wie der Blaue Engel, FSC- oder PEFC-Zertifikate.

Die Umstellung auf umweltfreundliche Produkte lohnt sich: Aufgrund ihrer Materialien und aufwendigeren Herstellung haben sie oftmals eine längere Lebensdauer als die preiswerteren Modelle. Auch sparen sie durch den geringeren Energieverbrauch Kosten, sind weniger wartungsanfällig und umweltfreundlicher in der Entsorgung.

6. Bestellungen bündeln

Oft lassen sich Material- oder Geräte-Bestellungen bündeln. Das spart Verpackungen und Transportwege und damit CO2.

Wie "öko" sind eigentlich die öffentlichen Verwaltungen? Die öffentliche Hand ist ebenfalls aktiv bei der nachhaltigen Beschaffung. Behörden und Betriebe von Bund, Ländern und Kommunen kaufen im Jahr für rund 300 Milliarden Euro ein – egal ob Bleistifte oder Busse für den öffentlichen Personennahverkehr. Der öffentliche Sektor kann mit nachhaltiger Beschaffung viel bewirken. Die Stadt Ludwigsburg beispielsweise hat Nachhaltigkeit beim Einkauf quasi zur Dienstanweisung gemacht: Die Produkte - ob Reinigungsmittel, Papier, Kantinenessen oder Baustoffe -  sollen gesund, klimaneutral und kreislauffähig sein. Sie sollen möglichst sortenrein wiederverwertet werden können. Dafür wurde die Stadt 2019 vom Bundesumweltministerium als klimaaktive Kommune ausgezeichnet.

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