Staatsministerin für Kultur und Medien, Grütters, fördert Dokumentarfilmvorhaben mit 795.000 Euro

Am 5. September 2016 fand die erste Sitzung der neu konstituierten Jury für Dokumentarfilmförderung bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien statt. Aus insgesamt 31 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung wurden 8 Filmvorhaben und aus 9 Anträgen auf Stoffentwicklungsförderung 3 Projekte zur Förderung vorgeschlagen. Den Empfehlungen der unabhängigen Jury folgend, fördert Staatsministerin Monika Grütters die nachfolgend genannten programmfüllenden Dokumentarfilmvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 795.000 Euro.

  • Pressemitteilung 331
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Produktionsförderung:

„A Symphony of Noise“, Produktionsfirma: Kloos & Co. Medien GmbH, Berlin, Autor/Regisseur: Enrique Sánchez Lansch.

Fördersumme: 120.000 Euro.

Inhalt: Der Film taucht ein in die Klang- und Gedankenwelten des gefeierten britischen Elektromusikers, Konzeptkünstlers und Klangaktivisten Matthew Herbert und öffnet die Ohren der Zuschauer für den Klang der Welt: Wir sollen hören, wie wir nie zuvor gehört haben.

„Bauhaus Einhundert“, Produktionsfirma: Filmtank GmbH, Hamburg, Autor/Regisseur: Niels Bolbrinker.

Fördersumme: 100.000 Euro.

Inhalt: Zum 100. Jubiläum des Bauhaus erzählt der Film die Geschichte dieses utopischen Projekts und sucht nach Menschen, die mit ihren Visionen im Geiste des Bauhaus auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen antworten.

„Elternschule“, Produktionsfirma: if … Productions e.K., München, Autoren/Regisseure: Jörg Adolph, Ralf Bücheler.

Fördersumme: 60.000 Euro.

Inhalt: Der Film begleitet mehrere Familien durch die mehrwöchige, stationäre Therapie einer psychosomatischen Klinik. Hier wird nicht nur die Krankheit des Kindes, sondern das gesamte Beziehungsgeflecht der Familie unter die Lupe genommen. Ein Gesellschaftsbild in Klinikräumen: Wie geht gute Erziehung?

„Hair!“, Produktionsfirma: Koberstein Film, Berlin, Autor/Regisseur: Lars Barthel.

Fördersumme: 125.000 Euro.

Inhalt: Über eine Liebesgeschichte wird das Phänomen des weltweiten Haarhandels erzählt, eine politisch-poetische Reise in ein fremdes Universum. Ein leicht erzählter Dokumentarfilm mit Tiefgang, außergewöhnlichen Protagonisten und Bildern, der seine Handlung zwischen Deutschland, Jamaika und Myanmar entfaltet.

„Der marktgerechte Mensch“, Produktionsfirma: Kern Filmproduktion GmbH, Hamburg, Autor: Herdolor Lorenz, Regie: Leslie Franke.

Fördersumme: 80.000 Euro.

Inhalt: Noch vor 20 Jahren hatten zwei Drittel der Deutschen einen Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38 Prozent sind es heute noch. Fast die Hälfte arbeitet schon in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Wie verändert diese Unbeständigkeit und Konkurrenz uns Menschen selbst und unsere sozialen Beziehungen zu anderen?

„One of Us“, Produktionsfirma: Made in Germany Filmproduktion GmbH, Köln, Autorin/Regisseurin: Yael Reuveny.

Fördersumme: 70.000 Euro.

Inhalt: In Israel zu leben, bedeutet viele Kriege zu erleben. Ist es so simpel? Die Regisseurin hat sich entschieden, Israel zu verlassen. Für ihren Dokumentarfilm kehrt sie nun zurück und trifft ihre ehemaligen Klassenkameraden, um zu sehen, was aus den Träumen und Idealen von damals geworden ist.

„Republic of Silence““, Produktionsfirma: Proaction Film GmbH, Berlin, Autorin/Regisseurin: Diana El Jeiroudi.

Fördersumme: 80.000 Euro.

Inhalt: Die Regisseurin wuchs in einem Land der Diktatoren und der Überwachung auf, in welchem Bilder zensiert und Fotos verbrannt werden, in welchem die Gedanken geheim bleiben und die Münder geschlossen. Ihr Film beschäftigt sich mit dem Leben zwischen zwei Welten, Deutschland und Syrien.

„Wir sind das Dorf“, Produktionsfirma: Hupe Film- und Fernsehproduktion GbR, Köln, Autorin/Regisseurin: Gesa Hollerbach.

Fördersumme: 100.000 Euro.

Inhalt: Die letzte Schule ist geschlossen, das letzte Geschäft geräumt, kein Arzt mehr vor Ort. Viele tausend Dörfer kämpfen europaweit ums Überleben, doch wenn die Politik nicht mehr in der Lage ist, gleiche Verhältnisse für alle zu garantieren - wer übernimmt dann die Verantwortung? Wir, die Bürgerinnen und Bürger.

Stoffentwicklungsförderung:

„Endlich Tacheles!“, Autorinnen: Jana Matthes, Andrea Schramm, Berlin.

Fördersumme: 20.000 Euro.

Inhalt: Ein junger Jude provoziert mit einem Computerspiel über den Holocaust.

„Consciousness - Like Breath on a Mirror “, Autoren: Frauke Sandig, Eric Black, Berlin.

Fördersumme: 20.000 Euro.

Inhalt: Annäherungsversuche an das Mysterium Bewusstsein.

„Slasher “, Autor: Johann Feindt, Berlin.

Fördersumme: 20.000 Euro.

Inhalt: Der Film folgt den Spuren eines neuen globalen Phänomens: Messerattacken von Kindern und Jugendlichen auf Zivilisten im Nahen Osten und in Europa.

Der Jury Dokumentarfilm gehörten für die Sitzung am 5. September 2016 an: Corinna Belz (Regisseurin, Köln), Arne Birkenstock (Regisseur/Produzent, Köln), Kathrin Lemme (Produzentin, Hamburg, Juryvorsitzende), Maya Reichert (Projektleitung DOK.education DOK.fest München, München), Ralf Schenk (Filmkritiker und -publizist, Berlin).

Der nächste Einreichtermin für Stoffentwicklungs- und Produktionsförderung Dokumentarfilm ist der 26. September 2016. Die aktuellen Filmförderungsrichtlinien, Antragsformulare und Merkblätter sind im Internet unter www.kulturstaatsministerin.de/filmfoerderung abrufbar.

Kontakt/Information:
Pressestelle BKM, Telefon: 030/18 272 - 3281, Fax: -3259,
E-Mail: pressestelle-bkm@bpa.bund.de
Filmreferat des BKM, Telefon: 030/18 681- 44357, Fax: -544357,
E-Mail: K35@bkm.bund.de