Europäische Impfwoche
Am 23. April beginnt die Europäische Impfwoche. Bundesgesundheitsminister Spahn appelliert an die Eltern: "Es ist verantwortungslos, Kinder nicht gegen Masern impfen zu lassen." Niemand müsse mehr an Masern erkranken oder sterben.
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In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission, welche Impfungen wichtig sind.
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2017 wurde dem Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 929 Mal gemeldet, dass jemand an Masern erkrankt ist. Das ist fast dreimal mehr 2016. Da erkrankten 325 Menschen an Masern.
Gegen einige der meldepflichtigen Erkrankungen schützt Impfen. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Impfpflicht. Die Ständige Impfkommission (STIKO), ein unabhängiges Expertengremium, empfiehlt allerdings, welche Impfungen wichtig sind für den Gesundheitsschutz.
"Eine Infektion mit Masernviren ist keineswegs harmlos. Etwa ein Viertel der gemeldeten Fälle muss im Krankenhaus behandelt werden. Wir sehen im Durchschnitt drei bis sieben Todesfälle im Jahr aufgrund von Masern oder der Masernfolgeerkrankung SSPE", betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.
Impfen stressfrei und schmerzarm
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat gerade ein Video produziert, in dem gezeigt wird, dass Impfen stressfrei und schmerzarm ist.
Fragen und Antworten zum Impfen
Warum sollte man Schutzimpfungen wahrnehmen?
In unserem Alltag können uns Krankheits-Erreger begegnen. Erreger, die schwere oder lebensbedrohende Erkrankungen hervorrufen können. In vielen Fällen schützen Impfungen nicht nur den geimpften Menschen selbst, sondern verhindern, dass eine Krankheit sich ausbreitet. Dieser Gemeinschaftsschutz ("Herdenimmunität") ist besonders wichtig, um Menschen zu schützen, die selbst nicht geimpft werden können, etwa weil ihr Immunsystem nicht richtig funktioniert.
Welche Impfungen werden von der Kasse bezahlt?
Die Krankenkassen bezahlen alle Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden. Sind sind im Impfkalender zu finden. Dazu gehören die 6-fach-Impfungen im Kleinkindalter gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b. Bekannt sind auch die Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln. Für junge Mädchen werden auch die Impfungen gegen Krebs des Gebärmutterhalses bezahlt.
Impfungen gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zahlen die Kassen in der Regel für gefährdete Bevölkerungsgruppe.
Reiseimpfungen muss man meist selbst bezahlen. Bei den Krankenkassen erfährt man, ob und welche Kosten für Reiseimpfungen sie erstatten.
Was ist in puncto Impfen zu beachten, wenn mein Kind in die Kita kommt?
Seit Juli 2015 gilt das Präventionsgesetz. Darin ist geregelt, dass ein Kind nicht in eine Kita aufgenommen werden kann, wenn die Eltern keinen Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorlegen. Beim Auftreten von Masern in einer Gemeinschaftseinrichtung (z.B. Kita, Schule, Hort) können die zuständigen Behörden ungeimpfte Kinder vorübergehend ausschließen.
Wo kann ich mich impfen lassen?
Am besten beim Hausarzt. Prinzipiell darf jeder Arzt impfen oder entsprechend ausgebildetes Personal unter seiner Aufsicht. Auch die örtlichen Gesundheitsämter können Impfungen organisieren. Manchmal tut das auch der Arbeitgeber.