Was hilft bei der Rückkehr in Schule und Kita?

Tipps für Eltern und Kinder Was hilft bei der Rückkehr in Schule und Kita?

Der Schul- und Kitabetrieb ist stufenweise wieder angelaufen. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind zurückgekehrt. Für sie bedeutet der neue Alltag während der Corona-Pandemie mit Hygiene- und Abstandsregeln eine große Umstellung. Auch nach den Ferien wird das weiter Thema bleiben. Wie Eltern ihre Kinder am besten vorbereiten können. 

Ein Mädchen mit Gesichtsmaske sitzt in einem Klassenzimmer.

Neuer Schul-Alltag: Masken helfen, sich und andere vor einer Infektion zu schützen.

Foto: Ina Fassbender/AFP via Getty Images

1. Die AHA-Formel

Sie hilft, sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen und ist leicht zu merken: die AHA-Formel. AHA steht für Abstand, Hygiene und Alltagsmasken. Darum geht es konkret:

  • Abstand: 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen - das gilt auch für den Weg zur Kita oder beim Aufenthalt in der Schule. Zur Orientierung: Strecken zwei Erwachsene, die nebeneinander laufen, ihre Arme aus, entspricht der Abstand zwischen ihnen in etwa 1,5 Meter.  
  • Hygiene: Wer Niesen oder Husten muss, der sollte stets in die Armbeuge niesen oder ein Taschentusch verwenden. Wichtig ist außerdem eine sorgfältige Handhygiene. Kleiner Tipp: Beim Händewaschen zweimal "Happy Birthday" singen - so werden die Hände auch wirklich gründlich sauber.
  • Alltagsmaske: Die Corona-Pandemie ist noch nicht überwunden. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann ebenfalls dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Worauf Sie bei beim Sitz der Alltagsmaske achten sollten und wie Sie Ihrem Kind den Umgang mit dem Schutz erleichtern, das erfahren Sie in den nachfolgenden beiden Tipps.

Video 01:01

Video Die "AHA-Regeln" im neuen Alltag

2. Der richtige Sitz der Maske

Achten Sie darauf, dass die Maske Ihres Kindes richtig sitzt:

  • Der Schutz muss an die Größe und Gesichtsform Ihres Kindes angepasst sein, dass er um Mund, Nase und Kinn an allen Seiten gut schließt.
  • Stellen Sie sicher, dass die Maske bequem und trotzdem fest sitzt. Die um die Ohren oder um den Hinterkopf geführten Bänder dürfen nicht zu eng schließen und einschneiden.
  • Vergewissern Sie sich, dass Ihr Kind durch die Maske uneingeschränkt atmen kann! Kinder unter zwei Jahren dürfen keine Maske tragen, um einer Erstickungsgefahr vorzubeugen.

Halten Sie auch die Hygienevorschriften ein: Einwegmasken sind nach dem Tragen sofort zu entsorgen. Wiederverwendbare Stoff-Masken sollten Sie nach dem Tragen in der Waschmaschine bei mindestens 60 Grad Celsius waschen und gut trocknen. Alternativ ist es möglich, die Masken für zehn Minuten im Kochtopf auszukochen. Auch hier müssen die Masken im Anschluss vollständig getrocknet werden.

3. Den Umgang mit der Alltagsmaske üben

  • Üben Sie das Anziehen, Tragen und Ausziehen der Alltagsmaske gemeinsam vor dem Spiegel.
  • Tragen Sie die Maske auch mal zu Hause und geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich daran zu gewöhnen.
  • Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind "maskiert" spazieren und probieren Sie, sich dabei nicht ins Gesicht zu fassen. 
  • Auch spielerisch lässt sich das Tragen der Maske erlernen: Ihr Kind kann seinem Lieblingsstofftier oder der Puppe eine selbst gestaltete Maske anziehen.
  • Vielleicht lässt sich das Thema auch beim Malen besprechen, indem Sie zusammen Bilder malen, auf denen etwa Kinder oder Tiere mit Mundschutz zu sehen sind.

Mehr zum Thema Schutzmasken lesen Sie  hier. Wichtige Fragen und Antworten rund um die Alltagsmaske während der Corona-Pandemie gibt es in diesem Video. Weitere praktische Tipps hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammengetragen.

4. Das Gespräch suchen

Bilder von Menschen in Schutzanzügen und mit Atemmasken können bedrohlich wirken - kein Wunder, dass viele Kinder verunsichert sind. Jetzt ist es wichtig, dass Eltern, Erzieher und Lehrkräfte mit den Kindern über die aktuelle Situation sprechen und ihnen erklären, warum es neue Regelungen in Schulen und Kitas gibt. Hilfestellung für die kindgerechte Vermittlung der Folgen des Coronavirus bietet die Online-Plattform "Corona4Kids", die wir in unserem nächsten Tipp vorstellen.

5. Interaktive Informationsvermittlung für Kinder

Die interaktive Online-Plattform "Corona4Kids" bietet kindgerechte Informationen zur Pandemie für Sechs- bis Zwölfjährige. Es gibt Infos zum Virus, Spiele, Beschäftigungstipps und Erklärungen zu Verhaltensregeln. Kinder, die selbst schon Erfahrungen mit den neuen Regelungen machen konnten, erläutern diese in verschiedenen Videoformaten.

"Corona4Kids" ist eines der Gewinnerprojekte des Hackathons #WirVsVirus, zu dem die Bundesregierung Mitte März aufgerufen hatte. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Mehr zur Plattform finden Sie hier.

6. Telefonische Beratung

Manchmal hilft es auch, sich jemandem außerhalb der Familie anzuvertrauen. Dafür gibt es eine Reihe an Beratungsangeboten für Eltern und Kinder, die anonym und kostenfrei sind, darunter das Elterntelefon oder Kinder- und Jugendtelefon

Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter der Nummer 116 111 erreichbar. Das Elterntelefon berät unter der Nummer 0800 – 111 0 550. Die Online-Beratung  steht Kindern und Jugendlichen im Chat sowie per E-Mail zur Verfügung. 

Wenn Eltern Sorge haben, dass sich ihr Kind mit dem Coronavirus infiziert hat, dann sollte umgehend der Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der 116117 kontaktiert werden.